Landertinger und Co. erleichtert

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"Das Selbstvertrauen ist jetzt richtig gestärkt"

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Die österreichischen Biathleten haben etwas überraschend gleich im ersten Saisonrennen aufgezeigt.

Dominik Landertinger schaffte am Mittwoch in Östersund als Zweiter über 20 km den ersten ÖSV-Podestplatz in einem Einzelbewerb seit März 2011.

Für den Massenstart-Weltmeister von 2009 selbst war es der erste Stockerlplatz seit fast zwei Jahren (3. im Jänner 2011 in Ruhpolding).

Auch Pinter überzeugt

Für zusätzliche Freude im rot-weiß-roten Lager sorgte der sechste Rang von Fritz Pinter. Dementsprechend befreit blickt man in Richtung der Wochenendbewerbe und dem Heim-Weltcup in der kommenden Woche.

Die Erleichterung bei Landertinger, der zwei durchwachsene Jahre hinter sich hat, war groß.

"Das Selbstvertrauen ist jetzt richtig gestärkt. Das Wichtigste ist, dass der Knopf endlich wieder einmal aufgegangen ist. Ich habe einen fast perfekten Tag hingelegt", meinte der Tiroler, dem nur zwölf Sekunden auf den wie er mit einer Strafminute behafteten Tagessieger und Weltcup-Titelverteidiger Martin Fourcade fehlten.

Form besser als im Vorjahr

Die gute Vorbereitung ohne gesundheitliche Probleme und das flotte Material seien mitverantwortlich für den geglückten Auftakt.

"Meine Form ist besser als letztes Jahr. Ich habe hart trainiert und meine Gesundheit ist gut. Wir haben auch gute Skier und ein neues Service-Team. All das war heute wichtig", betonte Landertinger, der auch im Vorjahr als Vierter stark in den Winter gestartet war, danach aber den Anschluss verloren hatte.

Durststrecke beendet

Für Pinter ging eine noch längere Durststrecke zu Ende, der 34-jährige teaminterne Qualifikant war zuletzt vor drei Jahren ebenfalls in Östersund als Vierter ähnlich weit vorne zu finden gewesen.

Der ebenso mit nur einem Schießfehler durchgekommene Wahltiroler sprach deshalb von "einer super Motivation" für die nächsten Rennen.

Das sind zunächst Sprint (Samstag) und Verfolgung (Sonntag) in Östersund sowie in einer Woche die Heimbewerbe für das in Hochfilzen wohnende Duo Landertinger und Pinter.

Große Motivation

"Wir hätten uns so und so auf den Heim-Weltcup in Hochfilzen gefreut, aber jetzt sind wir natürlich doppelt und dreifach motiviert", meinte Landertinger.

Auch Neotrainer Remo Krug kann dank des starken Starts mit deutlich weniger Erfolgsdruck in die Zukunft blicken.

"Kompliment an das gesamte Team. Das war ein sensationeller Auftakt", gab der Deutsche zu Protokoll.

Zwei Sorgenkinder für Krug

Krug vergaß aber nicht zu bemerken, dass nicht alle im Team überzeugt hatten.

Christoph Sumann etwa kam mit der nur 70. Laufzeit nicht über Platz 34 hinaus.

Daniel Mesotitsch hielt zwar in der Loipe gut mit, fünf Schießfehler warfen den ansonst sehr sicheren Schützen aber auf Rang 58 zurück.

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