WM-Ersatzmann Sumann: "Projekt soll nicht scheitern"

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Nach vielen erfolgreichen Jahren ist Christoph Sumann bei den Biathlon-Weltmeisterschaften in Nove Mesto erstmals in seiner Karriere nur Zuschauer.

Der mehrfache WM- und Olympiamedaillengewinner hatte nach gutem Saisonauftakt mit einem dritten Platz komplett den Faden verloren, wurde deshalb im Jänner aus dem Weltcupteam genommen und schaffte den Anschluss nicht mehr rechtzeitig.

An der geplanten Fortführung seiner Karriere bis nach den Winterspielen 2014 habe das aber nichts geändert, betonte der 37-jährige Steirer im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

Kein Aufgeben

"Wenn ich jetzt den Hut draufhauen würde, dann wäre das Projekt definitiv gescheitert, es soll aber nicht scheitern", sagte der im Sommer samt Familie wegen der besseren Trainingsbedingungen nach Seefeld in Tirol übersiedelte Sumann.

Der WM-Dritte im Einzel von 2011 macht weder das viele Einzeltraining abseits der Mannschaft, noch eine längere Krankheit im Sommer für seine schwankenden Leistungen verantwortlich.

Mentales Problem

Die Ursache sei vielmehr im mentalen Bereich zu suchen. "Bei mir geht viel vom Kopf aus. Ich wollte mir selber beweisen, dass das Weitermachen und der Ortswechsel der richtige Schritt waren. Ich habe es zu viel mit der Brechstange probiert, das hat nicht funktioniert", erklärte der Olympiazweite von Vancouver.

Im Saisonverlauf seien auch noch die Teamkollegen stärker geworden, wodurch er zusätzlich unter Druck geraten sei.

"Ich war nicht fit und die anderen hatten ihre Schäfchen schon im Trockenen und mir ist das Wasser bis zum Hals gestanden. So kommt das eine zum anderen."

"Muss das jetzt gelassener sehen"

Mittlerweile sieht Sumann seine Ersatzrolle bereits gelassen. "Ich habe mich schon vor längerer Zeit mit der Situation arrangiert. Für mich gibt es in letzter Zeit nur neue Situationen: Zuerst nicht im Weltcup dabei, jetzt Ersatzmann. Ich muss das jetzt gelassener sehen", meinte der Routinier.

Er habe sich zuletzt im IBU-Cup wieder gesteigert und sei bereit, im Bedarfsfall in der WM-Staffel einzuspringen

"Ich fühle mich gut. Wenn ich gebraucht werde, bin ich sicher kein Jausengegner", versicherte er.

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