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Alfred Eder bei LAOLA1: "Ich gehe wieder zurück"

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Nach einem Jahr ist die Zusammenarbeit wieder beendet.

Biathlon-Trainer Alfred Eder kehrt dem weißrussischen Damen-Team nach einer Saison den Rücken und arbeitet künftig wieder in Österreich.

"Ich gehe wieder nach Hochfilzen", erklärt der 61-Jährige im Gespräch mit LAOLA1.

Letzte Woche verbrachte der Salzburger noch in Minsk, um mit den Verantwortlichen zu verhandeln und das Training für die neue Saison aufzunehmen.

Zur ersten großen Kristallkugel geführt

Eder zeichnete für die Leistungen von Biathlon-Superstar und Björndalen-Freundin Darya Domracheva sowie deren Teamkolleginnen verantwortlich.

Die Trainer-Legende führte die dreifache Olympiasiegerin erstmals zum Sieg im Gesamtweltcup und war maßgeblich daran beteiligt, dass die weißrussische Nationalheldin und erfolgreichste Athletin der Olympischen Spiele in Sotschi auch die letzte große Lücke in ihrer Vita schloss.

"Die Mannschaft ist mir sehr ans Herz gewachsen, ich werde die Leistungen auch weiterhin verfolgen", spürt man Eder, dem Vater von ÖSV-Ass Simon, den Trennungsschmerz an.

Entweder ganz oder gar nicht

Beide Seiten hatten gut zusammengearbeitet, vor allem mannschaftlich war ein Leistungsanstieg bemerkbar. Daher legte ihm der weißrussische Verband auch einen unterschriftsreifen Vertrag vor.

"Im Grund hätte alles gepasst, sie hätten gewollt, dass ich bleibe", meint Eder, der jedoch anführt: "Ich wäre neun Monate unterwegs gewesen."

Zwar hätten ihm die Weißrussen zugestanden, dem einen oder anderen Kurs fernzubleiben, doch Eder wollte keine halben Sachen machen. Stattdessen kehrt er in wenigen Wochen in seinen Job beim Bundesheer zurück, von dem er während des letzten Jahres karenziert wurde.

Simon Eder: "Sicher kein Nachteil"

"Ich werde daher wieder intensiver mit Simon zusammenarbeiten", verrät Eder Senior. Gemeinsam mit Damen-Trainerin Sandra Flunger, die Simons Cousine ist, bilden sie seit Jahren ein eingespieltes Team.

"Es ist für mich sicher kein Nachteil", freut sich der Sohnemann über die Rückkehr seines Vaters, die Zusammenarbeit habe allerdings auch im vergangenen Winter gut funktioniert.

Der 32-Jährige stimmt seinen Trainingsplan eng mit dem sechsfachen Olympia-Teilnehmer ab und wird - wie schon in der Sommervorbereitung 2014 - erneut viele Einheiten zuhause absolvieren.

Der Fokus gilt der Heim-WM in Hochfilzen

Das Trainingszentrum in Ruhpolding gedenken die Eders zudem häufiger aufzusuchen, da in Hochfilzen aufgrund der Umbauarbeiten für die Heim-Weltmeisterschaft 2017 die Bagger anrollen.

"Dafür werden wir das Letzte rausholen", verspricht Vater Eder und freut sich auf seine neue, alte Aufgabe.


Christoph Nister

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