Kreuzbandausriss samt teurer OP

Keine Sorge, mich hat es nicht erwischt. Wie ich bereits erwähnte, habe ich den freien Mittwoch im Outlet-Center verbracht.

Andere Journalisten zog es hingegen auf die Ski-Piste. Hätte es mich ursprünglich auch, leider fühlte ich mich nicht gesund genug, um die „Birds of Prey“ hinunter zu fetzen.

Im Nachhinein gesehen bin ich irgendwie froh, im sicheren „Parndorf Colorados“ geblieben zu sein. Eine Kollegin vom Kurier hat es auf der Piste nämlich ordentlich erwischt.

Nach einem Sturz musste Christina Pertl mit dem Akia abtransportiert werden. Diagnose: Kreuzbandausriss aus dem Schienbeinkopf. Zum Glück (im Unglück) blieb das Kreuzband ganz – operiert werden musste sie trotzdem.

Laut ihrem Kurier-Kollegen Stefan Sigwarth ist die OP gut verlaufen, Christina ist auf dem Weg der Besserung und darf aller Voraussicht nach am Montag – also wie geplant – die Heimreise antreten.

Um die Kosten muss sie sich dank ihrer Zusatzversicherung ebenfalls keine Sorgen machen. Eine riesige Erleichterung, wenn man bedenkt, dass Operationen wie diese in den Staaten ein kleines Vermögen kosten.

So schnell kann es (leider) gehen. Hoffentlich war dies aber der letzte Sturz dieser WM. Egal ob Journalist, Pistenarbeiter oder Athlet. Gute Besserung, Christina!

"Doppel-Gold-Anna" mit Pepi Gramshammer und Peter Schröcksnadel

Am Abend ging es dann ins Ski House Austria zu Anna Fenningers Medaillenfeier. Dort angekommen, fand ich mich in einem Blitzlichtgewitter wieder. Tja, ich hätte eben nicht zwei Meter vor unserer Doppel-Weltmeisterin das Österreicher-Haus betreten sollen.

Dass ich ihr persönlicher Glücksbringer bin, habe ich ja bereits zu Beginn dieser WM erwähnt. Ich weiß, Selbstlob stinkt. Aber in diesem Fall muss ich das in Kauf nehmen.

Fenningers Bilanz, wenn ich im Zielstadion stand: Sölden: Sieg, WM: Gold in Super-G und RTL, Silber in der Abfahrt und Rang vier in der Kombi. Natürlich bin nicht nur ich für diese Bilanz verantwortlich.

Nein, meine Weste hat ebenfalls großen Anteil. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte ich sowohl in Sölden, als auch bei ihren beiden WM-Goldmedaillen meine Rentier-Weste – eine kitschige Woll-Weste mit kleinen Rentieren darauf – an.

Auf die Einladung, Fenninger zu jedem Weltcup-Rennen zu begleiten, warte ich aber nach wie vor...

 

Euer Matthias

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