Alles Lindsey, oder was?

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Vonn ließ bei Trainings-Lotterie Favoritin raushängen

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Mit dreistündiger Verspätung ist am Montag das erste WM-Abfahrtstraining der Damen in Beaver Creek doch noch über die Bühne gegangen.

Nächtlicher Schneefall hatte zu einer langen Verzögerung geführt, das Training selbst ging bei Sonnenschein, aber heftigen Windböen in Szene.

Vonn unterstreicht Favoritenrolle

Lindsey Vonn unterstrich gleich ihre Favoritenrolle. Sie fuhr die letzten 200 Meter aufrecht und wurde dennoch Vierte.

Österreichs Ski-Damen nutzten das Training auch, um einen Tag vor dem Auftakt-Super-G am Dienstag (19.00 Uhr MEZ) mit der steilen Raptor-Strecke und dem Colorado-Schnee Bekanntschaft zu machen.

"Das war's aber auch schon. Das war nur, um halt ein Mal runter gefahren zu sein und die Piste und den Schnee angeschaut zu haben", sagte Nicole Hosp, die als Neunte unmittelbar vor ihrer Quali-Gegnerin Nicole Schmidhofer sowie Anna Fenninger Österreichs Schnellste war.

Fenninger hakt Training ab

"Ohne Wind wäre ich natürlich um einiges schneller gewesen. Das ist den anderen aber sicher nicht anders gegangen", hakte auch Fenninger das erste Training rasch ab.

Die Salzburgerin hatte extra eine späte Startnummer gewählt, um zu wissen, was am Dienstag im Super-G auf sie zukommt.

"Die Piste hält super", lautete die positive Erkenntnis der Olympiasiegerin. Zum Training meinte sie: "Man hat nicht mit der Piste, sondern mit dem Wind gekämpft."

Hütter stürzt, Görgl mit Schreckmomenten

Während Cornelia Hütter stürzte, aber unversehrt blieb und die Kombiniererinnen Kathrin Zettel und Michaela Kirchgasser nach der langen Verzögerung auf einen Start verzichteten, wurde Elisabeth Görgl nach einigen Schreckmomenten nur 26.

"Es war so windig und langsam, dass ich fast im Stehen umgefallen bin", brachte die Steirerin die Sinnhaftigkeit des Trainings auf den Punkt. Für den Super-G am Dienstag nahm sie mit:

"Es war interessant, den Schnee zu spüren. Er war nicht ganz so aggressiv wie gedacht. Ich weiß, was ich morgen brauche."

Wind macht Probleme

Viele Läuferinnen hatten mit den heftigen Windböen große Probleme, einige Torfehler waren ein Ergebnis davon. Als Bestzeithalter wurde Stacey Cook (USA) knapp vor den zeitgleichen Lara Gut (SUI) und Ragnild Mowinckel (NOR) notiert. "Mowinckel hatte unten mit Rückenwind aber voll beschleunigt", wusste Hosp.

Dass sie selbst - voraussichtlich am Donnerstag - gegen Schmidhofer ("Wir haben beide das Potenzial, hier schnell zu sein") Abfahrts-Quali fahren muss, war Hosp egal.

"Hätte ich im Vorfeld eben besser fahren müssen." Für den Super-G nahm sie mit: "Der Schnee ist aggressiver als beim Training in Vail, aber nicht so extrem, wie wenn es sonst minus 20 Grad hat. Bei jedem meiner Einsätze hier ist eine Medaille das Ziel."

Vonn gibt nicht alles

Vonn machte mit der frühen Nummer zehn klar, dass bereits am Dienstag im Auftakt-Bewerb Super-G der Weg zum Sieg über sie führt. Sie tritt zwei Jahre nach ihrem bösen Schladming-Sturz zu Hause wieder bei einem Großereignis an.

Lange hatte sie bei ihrem Lauf Bestzeit, nach dem finalen Red-Tail-Sprung machte die 30-jährige komplett auf und fuhr aufrecht ins Ziel.

"Heute war es wichtig, ein Gefühl für den Schnee und die Piste zu bekommen", stimmte Vonn mit ihren Kolleginnen überein. Die Vorfreude auf die Heim-WM war ihr anzumerken. "Ich bin zurück in meiner Heimatstadt, das ist großartig. Ich werde am Dienstag mein Bestes versuchen."

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