WM-Ort kriegt Wetterstation

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Schladming kriegt seine eigene WM-Wetterstation

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Anlässlich der alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Schladming wird die Planai zum modernen Wetter-Labor.

Um den Großevent meteorologisch effizient betreuen zu können, hat die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) spezielle Messstationen eingerichtet.

Bereits seit einigen Wochen sind Wetterexperten - zwei Meteorologen und ein Techniker - in Schladming im Einsatz.

„Der Leiter der ZAMG Steiermark, Alexander Podesser, hat mit seinem Team zusätzlich zum normalen Messnetz zwei Wetter-Stationen an der Strecke aufgebaut, eine im Startbereich der Herrenabfahrt am Lärchkogel in 1.741 Meter Seehöhe und eine beim Kesslerschuß auf 1.340 Meter Seehöhe", sagte der Direktor der ZAMG, Michael Staudinger.

Spezielles Vorhersage-Modell

Zudem wurden an einer Gondel, die normal im Betrieb ist, Messsensoren montiert, die vertikale Wetterprofile möglich machen.

Diese Daten helfen zum einen bei der sicheren Durchführung der Bewerbe, da zum Beispiel Windböen bei Sprüngen gefährlich werden können.

Auch können so die unterschiedlichen Temperaturen auf der Rennstrecke erfasst werden. Zum anderen gehen alle Wetterdaten auch in ein spezielles Vorhersage-Modell für die Alpen ein.

Damit sind sehr regionale Prognosen für Schladming und die Planai möglich. Dazu kommen noch vier Wetter-Stationen im Tal (Schladming, Ramsau, Radstadt, Gröbming).

Im vergangenen Jahr habe es bereits einen "Probegalopp" gegeben, sagte Podesser.

Keine perfekten Prognosen

Für die meteorologische Infrastruktur verwendet die ZAMG Vorhersagemodelle in verschiedenen Auflösungen.

Das regionale Modell arbeitet so bereits seit zwei Monaten mit den Daten der Sonder-Stationen, damit es sich "mathematisch-physikalisch einschwing".

Dennoch: "Eine Prognose ist nie perfekt", sagte Staudinger.

"Schnell und klar kommunizieren"

Der für die ZAMG zuständige Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle betonte bei der Präsentation den unmittelbaren Nutzen von Wissenschaft und Forschung.

„Die hohe Qualität der Vorhersagen und Warnungen ist nur möglich, da die Physik des Wetters in den Alpen immer genauer erforscht wird, und mit immer besseren mathematischen Modellen und Großrechnern in die Zukunft gerechnet wird. Dazu kommen ständig verbesserte Methoden, die relevanten Vorhersagen und Warnungen den Veranstaltern von Großereignissen klar und schnell zu kommunizieren", sagte der Minister.

Für ihn sei die Arbeit der ZAMG in der Steiermark ein "exzellentes Beispiel angewandter Wissenschaft".

Warnung bei Extrem-Situationen

Der Einsatz der ZAMG in Schladming beruht auf drei Punkten: Einer nachhaltigen Komponente, der Durchführung sowie Warnungen bei extremen Situationen.

Letztere müssen vorher besprochen und im Ernstfall "wie am Schnürchen laufen", sagte Staudinger. Zudem informiert die ZAMG Behörden bezüglich des sicheren An- und Abreiseweges.

Insgesamt soll ein sicherer Ablauf der Veranstaltung für Zuseher und Teilnehmer, eine optimalen Planung der Bewerbe sowie der effizienten Einsatz künstlicher Beschneiung ermöglicht werden.

Der Jahreszeit entsprechend

Etwa 500.000 Kubikmeter Schnee wurden so im Vorfeld der WM künstlich hergestellt. Denn damit die Piste für die Rennen auch hält, ist eine "gewaltige Schneedecke" notwendig, erläuterte Organisationschef Hans Grogl.

"Auf der Rennstrecke liegt im Durchschnitt rund ein Meter sehr kompakter Schnee", sagte Grogl.

"Es wird winterlich der Jahreszeit entsprechend", antwortete Podesser schmunzelnd auf die Frage nach der Prognose für die nächste Woche.

Die Experten waren positiv gestimmt, dass die Pisten halten und das Wetter den Rennen keinen Strich durch die Rechnung machen wird.

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