Training sorgt für Diskussionen

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Zwist wegen zweigeteiltem Herren-Training

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Weil das zweite Abfahrtstraining der Herren am Freitag in Schladming wegen der Damen-Super-Kombination nicht bis ins Ziel gehen kann, wird es am Samstagfrüh vor der WM-Abfahrt (11.00 Uhr) noch einen Trainingslauf über den unteren Streckenteil geben.

Diese ungewöhnliche Maßnahme hat FIS-Renndirektor Günter Hujara festgelegt. Nicht ohne den Protest einiger Teams, zu denen auch die Österreicher und Kanadier gehörten.

"Das ist mir unverständlich"

"Es ist mir unverständlich, dass wir keine zwei vollen Trainingsläufe zusammenbringen. Dafür habe ich kein Verständnis, wir unterstützen das nicht", alterierte sich ÖSV-Herrenchef Mathias Berthold bei der Mannschaftsführersitzung am Donnerstag.

"So etwas am Tag des vielleicht wichtigsten WM-Rennens zu machen, ist mir unverständlich. Und es ist nicht gut für die Athleten", ergänzte der Österreicher.

Training bis zum Slalomstart

Das zweite Abfahrts-Herren-Training ist am Freitag um 12.30 Uhr zwischen den beiden Kombi-Bewerben der Damen (10.00/14.00) angesetzt.

Weil es den Herren wegen der Damen-Kombi aus infrastrukturellen Gründen nicht möglich ist, bis ins gemeinsame Ziel zu fahren, werden Klaus Kröll und Co. nun schon oberhalb des Slalomstarts abgewunken.

In Schladming enden alle Bewerbe in einem Zielraum.

Überraschung über Überraschung

Überraschend kam daher vor allem, dass nun alle überrascht waren.

"Dieser Zeitplan steht seit langem fest, wir haben ihn nicht gemacht", spielte Schladmings-Sportdirektor Hans Grogl den Ball zurück an die FIS.

Vom Zeitplan erzwungen

Für Hujara ist ein Training am Renntag über einen verkürzten Streckenteil freilich nichts Außergewöhnliches.

"Das haben wir auch in Vancouver so gemacht", verwies der Deutsche auf Olympia 2010.

"Wenn die Stakeholder am ersten Wochenende die Abfahrten haben wollen, ergibt sich der Rest des Programms eben daraus", lautet die Erklärung Hujaras.

Mehrheit für Alternativplan

Die Samstags-Entscheidung löste zwar unter den Teams Riesen-Diskussionen aus, die Mehrheit der Trainer unterstützte aber das Angebot, am Samstag zwischen 8.45 und 9.45 Uhr nochmals den schwierigen, unteren Streckenteil zu trainieren.

Nur 75 Minuten später beginnt mit der Herren-Abfahrt der Königsbewerb der WM.

"Es ist mir unverständlich, wie wir in diese Situation kommen konnten", kritisierte Berthold. Hujara verzichtet auf eine Replik, "weil ich dich schützen will."

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