"Einfädler kann passieren"

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"Ich muss das abhakeln und in die Zukunft schauen"

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Es war eine der schwierigsten Fahrten seiner Karriere.

Nach seinem Ausfall im Slalom der Super-Kombi hatte sich Benjamin Raich am Rande der Piste hinuntergekämpfte, hob grüßend die Hand in Richtung erster Publikumstribüne und wurde trotz Nullnummer in seinem 24. WM-Rennen mit aufmunterndem Jubel empfangen.

"Man will natürlich immer durch den Lauf ins Ziel kommen. So ist das alles andere als optimal, aber das gehört dazu", meinte der Tiroler anschließend.

"Ein Einfädler kann schnell passieren"

Nach einer starken Abfahrt hatte sich der Tiroler in eine tolle Ausgangsposition für den Torlauf gebracht, ein Einfädler beendete die Träume von seiner elften WM-Medaille.

"Die Bedingungen waren eigentlich perfekt für mich, es war eine eisige Piste, und den Hang habe ich sehr gerne. Es war oben ein bisschen problematisch, ich bin nicht so reingekommen", schilderte der 34-Jährige.

"Dann kurz vor dem Ausfall habe ich schon ganz gutes Gefühl aufbauen können. Ein Einfädler kann natürlich schnell passieren", sagte der schwer enttäuschte viermalige Nightrace-Sieger in Schladming.

"Es wäre eine wirklich gute Chance gewesen"

Raich baut darauf, dass ihm seine Routine helfen wird, die Enttäuschung rasch wegzustecken, schließlich hat er noch zwei weitere WM-Rennen vor sich.

"Das hoffe ich. Ich muss das natürlich abhakeln, es wäre eine wirklich gute Chance gewesen. Es war eine gute Stimmung, es war alles perfekt, aber es hilft nicht. Es hat nicht sollen sein. Ich muss das jetzt abhakeln und in die Zukunft schauen - und das ist der Riesentorlauf am Freitag."

Freude mit dem Teamkollegen

Während Raich sprach, bestiegen in der Mitte des Zielraumes die Medaillengewinner das Podest, darunter sein drittplatzierter Landsmann Romed Baumann. Der Pitztaler drehte sich um, lächelte und meinte.

"Ich freue mich für Romed. Er ist heute wirklich stark gefahren. Er hat ja auch schon seine Probleme gehabt. Eine coole Leistung. Das taugt mir." Raich will in Schladming bleiben und sich in den kommenden Tagen in Ruhe auf den Riesentorlauf vorbereiten.

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