Medaille daheim: "Das ist etwas sehr Spezielles"

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Solange er das Feuer in sich spürt, wird Mario Matt weiterfahren.

Die Bronzemedaille am Sonntag im WM-Slalom von Schladming hat der Flamme wieder viel Nahrung gegeben.

"Das ist schon etwas sehr Spezielles, daheim diese Medaille zu gewinnen. Das war ein großes Ziel, in Schladming dabei zu sein und ich bin glücklich mit Bronze", sagte der 33-jährige Arlberger, der 2001 in St. Anton und 2007 in Are Weltmeister in dieser Disziplin geworden ist.

"Die Zeit verrennt so schnell"

"Die Zeit verrennt so schnell, gefühlt sind es noch keine zwölf Jahre her, dass wir in St. Anton waren. Ich war da so jung und habe nicht so viel nachgedacht", erzählte Matt, der schwierige Jahre hinter sich hat.

"Nach meinem Schulterbruch musste ich hart arbeiten, um wieder zurückzukommen. Immer kämpfen und hart arbeiten - auch im Sommer", lautete sein Erfolgsmotto. "Ich bin glücklich, dass ich immer noch mit den Besten mitfahren kann."

Erfolg und Niederlage liegen eng beisammen

Es sei ein hartes Rennen gewesen, meinte Matt, der vom Skifahrerischen her mit seinem ersten Lauf nicht zufrieden war.

"Im zweiten habe ich gepusht. Insgesamt war das sicher nicht das Maximum. Aber ich bin super zufrieden mit dem dritten Platz, weil man immer wieder sieht, wie eng im Slalom Erfolg und Niederlage zusammenliegen. Andere haben vor mir auch alles probiert und sind leider ausgefallen. Man braucht am Ende auch das nötige Glück dazu."

Aus Tief zurückgekämpft

Der Flirscher hat viele Rückschläge hinnehmen müssen, viel am Materialsektor herumgetüftelt und sich auch in der Startliste von jenseits der 50 wieder nach vor kämpfen müssen.

"Vor drei Jahren hat eigentlich nichts funktioniert mit der Abstimmung. Das war sehr mühsam, da war ich sehr nahe am Aufhören dran."

Immer an Stärke geglaubt

Aber er habe immer im Hinterkopf gehabt, wenn alles passt vom Material, könne er mit den Schnellsten mitfahren.

"Das hat mich immer positiv gestimmt, dass ich weitermache. Gott sei Dank habe ich recht gehabt. Es war dann auch so, dass mit gutem Material bald wieder Podestplätze und auch Siege dazugekommen sind. Ich bin natürlich froh, dass das so geklappt hat. Es ist schon ein schmaler Grat, dass alles perfekt passt", weiß er.

"Ich muss das Feuer in mir haben"

Die Medaille allein wird nicht entscheidend sein, ob Matt seine Karriere bis Olympia 2014 in Sotschi fortsetzt.

"Das kann man jetzt noch nicht sagen. Natürlich ist es immer schön, wenn man für die harte Arbeit belohnt wird und am Ende am Podest steht." Für ihn sei wichtig, dass er nicht nur fahre, um weiterzufahren.

"Ich muss das Feuer in mir haben, es muss Spaß machen. Ich muss die Gewissheit haben, dass wenn alles passt, ich vorne mitfahren kann. Nur so macht das für mich Sinn." Er möchte die Saison gut zu Ende bringen und dann eine Entscheidung treffen.

Pferde als zweites Standbein

Vorne dabei sein möchte Matt in Zukunft auch in anderen Angelegenheiten. Seine Zucht von Vollblut-Arabern umfasst an die dreißig Pferde, im Frühjahr kommen elf Fohlen dazu.

"Es macht mir sehr, sehr viel Spaß. Im Sommer bin ich auch viel auf Zuchtschauen in ganz Europa. Das ist eine große Leidenschaft. Auch dort ist der Fokus, immer besser zu werden. Sich von Jahr zu Jahr zu steigern und auf den Schauen vorne mitmischen."

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