"Er fährt in anderen Sphären"

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Konkurrenz verneigt sich vor "Gold-Ted"

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Einen würdigeren Riesentorlauf-Weltmeister als Ted Ligety hätte es in Schladming nicht geben können.

Die Konkurrenz rund um Marcel Hirscher erkennt die Überlegenheit des US-Amerikaners in dessen Paradedisziplin neidlos an.

Und Ligety jubelte mit drei Goldenen aus Super-G, Super-Kombination und Riesentorlauf um den Hals: "Das war die beste Woche meines Lebens."

"Gold im RTL war das Hauptziel"

Der 28-Jährige bestritt, dass der Druck auf seinen Schultern nach dem perfekten WM-Auftakt kleiner geworden war: "Es war gewissermaßen sogar noch schwieriger. Das erklärte Hauptziel, Gold im Riesentorlauf, ist ja noch vor mir gelegen. Hätte ich den Riesentorlauf nicht gewonnen, wäre das ein Fehlschlag, ein Versagen gewesen. Ich habe meine Nerven ordentlich gespürt."

Bei der nächsten WM 2015 in Vail in seiner Heimat USA geht Ligety somit gleich in drei Disziplinen als Titelverteidiger an den Start. Der Italiener Manfred Mölgg, am Freitag Dritter, traut Ligety aber sogar im Slalom am Sonntag eine Sensation zu.

"Nein, im Slalom werde ich keine Medaille gewinnen. Mit dem Tempo von Leuten wie Hirscher oder Mölgg kann ich nicht mithalten", sagte Ligety.

"Dann sind wir alle chancenlos"

"Wenn Ligety keinen gravierenden Fehler macht, dann sind wir anderen alle chancenlos. Ich ziehe meine Haube", meinte Silbermedaillengewinner Marcel Hirscher nach der neuerlichen Machtdemonstration von Ligety, der im Riesentorlauf seit Februar 2009 nicht mehr ausgeschieden ist.

Der Salzburger war auch in den Weltcup-Riesentorläufen vor der WM Ligetys einziger ernsthafter Herausforderer gewesen war.

 "Fährt so fein und so rund"

ÖSV-Routinier Benjamin Raich war beeindruckt, mit welcher spielerischen Leichtigkeit Ligety die schwierigsten Riesentorläufe zu bezwingen scheint.

"Ligety fährt so fein und so rund. So würde ich mir das auch vorstellen. Aber so einfach ist das halt nicht", erklärte der Riesentorlauf-Olympiasieger 2006. Auch Philipp Schörghofer meinte: "Es schaut alles so leicht aus bei Ligety."

"Er fährt in anderen Sphären"

ÖSV-Zukunftshoffnung Marcel Mathis weiß, dass es nur ein Rezept gibt, um Ligety zu schlagen. "Trainieren, trainieren, trainieren. Nur so kann man sich ihm nähern. Derzeit muss man einfach anerkennen, dass er mit Abstand der Beste ist", sagte der Vorarlberger.

"Das zieht sich ja schon durch die gesamte Saison, Ligety fährt in anderen Sphären als wir", meinte der für Deutschland startende Tiroler Fritz Dopfer.

"Ligety fährt in einer eigenen Klasse und danach kommen viele andere auf einem ähnlichen Niveau", sagte Dopfer.

Im Weltcup dominant

Im Weltcup hat Ligety vier der fünf bisherigen Riesentorläufe gewonnen. Teilweise mit unglaublichen Vorsprüngen, wie etwa in Sölden (2,75 Sekunden) oder Alta Badia (2,04).

Logischerweise ist Ligety auf dem besten Weg, zum vierten Mal den Riesentorlauf-Weltcup zu gewinnen.

"Silber war heute das Maximum"

"Ligety fliegt von einem Erfolg zum anderen, er ist in einem Hoch. Man muss das anerkennen, sensationell, was er bringt. Er fährt eine gute Technik, hat eine gute Abstimmung. Marcel ist im zweiten sehr gut gefahren, er hat gesehen, dass er ihn auch putzen kann", zog ÖSV-Sportdirektor Hans Pum Bilanz.

"Silber war das Maximum heute", wusste auch Herren-Cheftrainer Mathias Berthold.

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