"Erwartungen hemmen die Leistungen"

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Mathias Berthold bleibt seiner Linie treu. Der Vorarlberger lässt sich auch vor der alpinen Ski-Heim-WM in Schladming keine speziellen Ziele und Erwartungen entlocken.

"Das Medaillengerede ist nicht das meine. Wir konzentrieren uns auf den Sport, dann ergibt sich der Rest von alleine", meinte der Cheftrainer der österreichischen Ski-Herren vor dem Auftakt für seine Truppe am Mittwoch (11.00 Uhr) mit dem Super-G.

"Erwartungen hemmen die Leistungen"

"Erwartungen hemmen die Leistungen", stellte der 47-Jährige klar, warum er von Spekulationen oder Rechnereien nichts hält.

"Man muss die Dinge auf den Punkt bringen und sich aufs Wesentliche konzentrieren. Attackieren, nicht träumen."

ÖSV gerüstet

Berthold sieht seine Schützlinge bestens gerüstet für die Titelkämpfe in der Heimat.

"Die Mannschaft ist bereit. Wenn alle ihr Potenzial ausschöpfen, dann wird das ein Hammer. Man muss aber klar sagen, dass die Favoriten andere Leute sind."

Auf die Frage, ob es ein Heimvorteil oder durch den zusätzlichen Druck ein "Heimnachteil" sei, meinte Berthold ganz klar: "Keine Frage, ein Heimvorteil. Mit Druck ist jeder in diesem System groß geworden. Im ganzen Team herrscht eine Riesenvorfreude auf die WM."

Training bei anderen Verhältnissen

Im Gegensatz zur Konkurrenz konnten die Österreicher im Dezember einige Tage auf den WM-Pisten trainieren.

"Da waren die Verhältnisse aber ganz anders als jetzt. Dennoch ist das natürlich ein Vorteil."

Berthold leidet mit Veranstaltern

Die Wetterkapriolen der vergangenen Tage bereiten Berthold kein Kopfzerbrechen. "Das Wetter ist kein Thema. Das sind Profis, die sich auf alle Bedingungen einstellen müssen."

Nur mit den Veranstaltern leidet Berthold ein wenig mit: "Die hatten alles perfekt in Schuss, und dann kamen Schnee und Regen. Das tut mir sehr leid, aber da sind fleißige Leute am Werk."

Zweite WM für Berthold

Für Berthold ist es die zweite WM als Chefcoach der ÖSV-Herren.

Die erste hatte 2011 in Garmisch-Partenkirchen mit einer mageren Medaillenausbeute geendet: Silber im Super-G für Hannes Reichelt und Bronze im Riesentorlauf für Philipp Schörghofer.

Allerdings war man zu dieser Zeit von einer Verletzungswelle erfasst worden und hatte mit Marcel Hirscher, Benjamin Raich, Hans Grugger, Georg Streitberger oder Mario Scheiber jede Menge prominente Ausfälle zu verzeichnen gehabt.

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