"Fortschritt vielversprechend"

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"Langer Weg, aber Fortschritt ist vielversprechend"

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Es wäre das Comeback des Jahres.

Aksel Lund Svindal will drei Monate nach seinem Achillessehnenriss wieder Ski-Rennen bestreiten.

Doch nicht irgendwelche. Ausgerechnet bei der WM in Beaver Creek (1.2.-15.2.) will der Norweger seine Rückkehr feiern.

Wie realistisch ist dieses Szenario?

„Ich habe nach wie vor Probleme bei harten Bedingungen, aber auch das wird besser. Diese Woche kann ich fast schon normal trainieren“, gibt der 32-Jährige via „Facebook“ ein Update.

Rückschlag weggesteckt

„Vor dem ersten Skitag war ich zuversichtlich, ich dachte, der Fuß würde sich im Skischuh genauso sicher und gut anfühlen, wie im Gips“, verrät der Speed-Dominator der vergangenen Jahre seine hohen Erwartungen.

Doch gekommen sei alles anders: „Das war zu optimistisch, in der Folge war ich etwas enttäuscht.“

„Aber nun wird es langsam“, lässt er sich von dem kleinen Rückschlag nicht beirren. Svindal hat ein großes Ziel vor Augen: Die WM in Beaver Creek.

Training im WM-Ort

Derzeit sieht es so aus, als würde der „Super-Elch“ das Unmögliche möglich machen. Er steht voll im Ski-Training und kann so gut wie alles mitmachen.

Aktuell trainiert er in Hinterreit mit einem Teil des norwegischen Teams. Nicht mehr lange. Ende der Woche geht es nach Amerika. Unweit des WM-Orts wird Svindal sein letztes Feintuning unternehmen.

„Es fühlt sich toll an, wieder bei den Jungs zu sein. Was noch besser ist: Ich werde mit dem Team zum Trainingscamp nach Colorado reisen“, zeigt er sich angesichts der bevorstehenden Übersee-Reise euphorisch.

Reicht eine Woche Skitraining?

Entschieden ist jedoch noch nichts. Der fünffache Weltmeister will erst abwarten, wie der Fuß auf die intensive Belastung reagiert.

„Ich werde am Sonntag fliegen, also bekomme ich noch fast eine ganze Woche Skitraining in Aspen, bevor ich entscheide, ob ich bei der WM antrete oder nicht.“

Angst, zu früh auf die langen Latten zurückzukehren, habe er nicht: „Selbst wenn ich nicht zur WM schaffe, ist es wahrscheinlich das bestmögliche Training. Es ist eine Win-Win-Situation – sowohl auf kurze, als auch auf lange Sicht gesehen.“

„Fortschritt ist vielversprechend“

Gerüchte um ein Comeback heizt Svindal höchstpersönlich an.

„Mitte letzter Woche stand ich zum ersten Mal wieder auf den Ski. Seitdem habe ich sehr gute Fortschritte gemacht“, zeigt er sich zufrieden mit der Entwicklung im Training.

„Es ist immer noch ein langer Weg, aber der Fortschritt ist vielversprechend“, lässt er sich alles offen. Liest man zwischen den Zeilen, kann man aber erkennen, dass er es ernst meint und alles daran setzt, sich den Traum von WM-Start zu ermöglichen.

Zwischenstopp in Kitzbühel

Fans und Zuseher werden Svindal sogar noch früher zu sehen bekommen. Der 25-fache Weltcupsieger wird dem Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel einen Besuch abstatten.

„Am Weg zum Flughafen werde ich mir am Samstag die Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel ansehen“, bestätigt er seinen Zwischenstopp.

Seinem Teamkollegen Kjetil Jansrud, der heuer bereits in seine Fußstapfen getreten ist, traut er viel zu: „Kjetil ist in guter Form und schnell, es könnte ein guter Tag für Norwegen werden.“

Genauso wie jener Tag, an dem Svindal wieder in den Rennzirkus einsteigt – sei es bei der WM oder später.


Aus Kitzbühel berichtet Matthias Nemetz

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