Fenninger verGOLDet WM-Auftakt

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GOLD! Fenninger sorgt für perfekten WM-Start

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Gold-Anna hat wieder zugeschlagen!

Anna Fenninger ist knapp ein Jahr nach ihrem Olympia-Triumph nun auch Weltmeisterin im Super-G.

Die 25-jährige Salzburgerin gewann am Dienstag den Auftaktbewerb der 43. alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Beaver Creek mit drei Hundertstelsekunden Vorsprung auf Titelverteidigerin Tina Maze aus Slowenien.

Bronze für Vonn

Rang drei ging an US-Superstar Lindsey Vonn, die vor den Augen ihres Freundes Tiger Woods 0,15 Sekunden langsamer als Fenninger war.

Pech hatte bei ihrem WM-Debüt Cornelia Hütter. Die Steirerin musste sich mit Rang vier begnügen, auf Bronze fehlten elf Hundertstel. Die Steirerin Elisabeth Görgl und die Tirolerin Nicole Hosp schieden auf dem von ÖSV-Coach Roland Assinger gesetzten Kurs aus.

Spannung baut sich auf

Die Durchführung des Rennens war lange Zeit fraglich gewesen. Aufgrund des starken Windes entschied man sich schlussendlich, den Start ein wenig nach unten zu verlegen. Von dort aus wurde der Super-G dann mit 30 Minuten Verspätung in Angriff genommen.

Das Rennen bot dann einen perfekten Spannungsbogen. Zunächst schien die Deutsche Viktoria Rebensburg auf einem guten Weg zu einer Medaille zu sein, dann setzte Hütter neue Maßstäbe.

Im Endeffekt wurde es dann aber doch noch eine Angelegenheit für die Superstars Vonn, Maze und Fenninger, die mit Nummer 22 als letzte Läuferin der Topgruppe auf die Strecke ging.

"Ein Traum wurde wahr"

"Es war mein Traum, dass die WM so losgeht. Dass es aber wirklich gleich so funktioniert, das hätte ich nie gedacht", meinte Fenninger, die sich nach der Zieldurchfahrt erleichtert in den Schnee fallen ließ.

"Ich hatte davon geträumt, dass es grün aufleuchtet, wenn ich mit Nummer 22 ins Ziel komme. Und dieser Traum ist Wirklichkeit geworden. Das ist einfach nur cool", sagte die 25-Jährige, die vor einem Jahr in Sotschi auch Olympiasiegerin im Super-G war.

Goldener Boden für ÖSV

Den von Assinger ausgeflaggten Super-G bezeichnete Fenninger als "sehr schwierig. Es ist voll zur Sache gegangen." Inspiriert wurde Fenninger vom Lauf von Rebensburg, den sie im Startbereich via TV mitverfolgt hatte.

"Genauso hatte ich es mir vorgenommen. Durch die Viki hab ich die Bestätigung bekommen, dass es funktioniert", sagte die Gesamt-Weltcup-Siegerin von 2014, die dann vor allem im oberen Bereich den Grundstein zur Goldenen legte.

Damit bleibt Vail/Beaver Creek auch ein goldener Boden für Österreichs Super-G-Damen: 1989 hatte Ulrike Maier und 1999 Alexandra Meissnitzer WM-Gold geholt.

"Retourkutsche" für St. Anton

Dass sie so knapp vor Maze, mit der sie gut befreundet ist, siegte, sei auch eine "Retourkutsche" gewesen.

"Ich hab zur Tina gesagt, dass das die Retourkutsche dafür war, dass sie mir um wenige Hundertstel den Heimsieg in St. Anton (Super-G, Jänner 2013, Anm.) weggeschnappt hat", meinte Fenninger lachend.

Bei vergangenen Großereignissen hatte sich Fenninger zu Beginn meist schwergetan. "Umso schöner ist es, dass die Erlösung diesmal gleich am Anfang gelungen ist."

Präsidiale Freude

Mit Fenninger jubelte auch die ÖSV-Spitze. "So ein Start ist natürlich sehr wichtig", meinte ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel erleichtert. "

Vor zwei Jahren in Schladming haben wir in der ersten Woche nur sehr wenig gewonnen, das war nicht sehr angenehm. Hier in den USA haben die Athleten ihre Ruhe und können sich gut vorbereiten, das macht schon einen Unterschied aus", sagte der Tiroler.

"Wir sind die Besten"

Wie Fenninger sprach auch Silbermedaillengewinnerin Maze von einem schwierigen Rennen wegen des teilweise starken Windes, aber auch davon, dass die Richtigen am Ende vorne waren.

"Das ist das schönste Ergebnis, das man haben kann, denn wir sind die Besten", betonte die 31-jährige Slowenin.

Vonn hadert mit dem Wind

Top-Favoritin Vonn kämpfte mit gemischten Gefühlen.

"Ich bin zufrieden. Ich habe eine Medaille bei der Heim-WM", meinte die Drittplatzierte.

Dann kam das Aber: "Ich habe oben gespürt, dass ich starken Gegenwind hatte. Leider war es kein super faires Rennen", sagte die 30-Jährige, die im Ziel von ihrem berühmten Lebensgefährten - Golf-Superstar Tiger Woods - erwartet wurde.

"Ich habe versucht, meine Linie zu fahren, aber keine Chance gehabt mit diesem Wind."

Doch bereits im zweiten Bewerb bei ihrer Heim-WM will Vonn zurückschlagen. "Ich freue mich auf die Abfahrt am Freitag und hoffe auf schönes Wetter, dann werde ich Vollgas geben", versprach die Siegerin von 64 Weltcup-Rennen.

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