Hirscher schiebt im RTL Ligety die Favoritenrolle zu

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Marcel Hirscher gegen Ted Ligety.

Das ist das programmierte Duell im Riesentorlauf der Ski-WM am Freitag (18.15 und 22.15 UHR MEZ) in Vail/Beaver Creek.

"Jetzt geht's erst richtig los", meinte der in den USA bereits zwei Mal vergoldete Hirscher.

Als Topfavoriten im Riesentorlauf sieht sich der Salzburger aber keinesfalls: "Favorit ist definitiv Ted. Er ist in Beaver Creek so gut wie unschlagbar."

5 Siege auf der WM-Strecke

Ein Blick auf die Statistik verrät, dass Hirscher nicht wirklich übertreibt.

Schließlich hat Ligety den Weltcup-Riesentorlauf auf der WM-Strecke bereits fünf Mal gewonnen.

"Seine technischen Fähigkeiten und seine Kurventechnik passen einfach perfekt zu diesem Kurs. Es wird sehr schwierig, Ted zu biegen", sagte Hirscher über seinen großen Rivalen, der auch vor zwei Jahren in Schladming die Goldene im WM-Riesentorlauf geholt hat.

Ligety dominierte WM 2013

2013 war überhaupt die WM von Ligety gewesen. Neben Gold im Riesentorlauf hatte der US-Boy auch im Super-G und in der Kombination triumphiert.

Im Vergleich dazu fällt Ligetys bisherige Ausbeute bei seiner Heim-WM mit Bronze in der Kombi eher bescheiden aus. "Ted wird daher für den Riesentorlauf schwer motiviert sein", meinte Hirscher.

Bei Hirscher schauen die Vorzeichen hingegen ganz anders aus. Der 25-Jährige hat in den USA bereits Gold in der Kombi und im Teambewerb abgeräumt.

"Ich fühle mich definitiv frei, der ganz große Druck ist weg. Mein Ziel war es, eine Medaille, egal in welcher Farbe, zu gewinnen", meinte Hirscher.

Hirscher bislang klare Nummer eins

Der Annaberger ist er in der laufenden Saison im Riesentorlauf die klare Nummer eins.

Mit 460 Punkten hat Hirscher aktuell gegenüber Ligety (322) deutlich die Nase vorne. Dass er daher auch für Freitag als heißer Goldkandidat gehandelt wird, nimmt Hirscher achselzuckend zur Kenntnis.

"Das ist legitim, wenn man sich die Riesentorlaufergebnisse dieser Saison anschaut. Aber ich selbst versuche, mir nicht zu viel Druck zu machen und die Erwartungen ein bisschen zu reduzieren", meinte der dreifache Gesamt-Weltcup-Sieger.

Auch die Frage nach möglicherweise vier Goldenen muss Hirscher des öfteren beantworten: "Das wäre eine unglaubliche Geschichte, aber so weit sind wir noch lange nicht."

Schwierige Bedingungen

Der Riesentorlauf in Beaver Creek sei punkto Strecke und Schnee eine "einzigartige Kombination" in der Skiwelt.

"Es ist ein richtig lässiger Riesentorlauf", so Hirscher, der in Beaver Creek 2011 den Riesentorlauf gewann und zweimal Zweiter war (ebenfalls 2011 sowie 2012).

Die zu erwartenden Schneeverhältnisse werden angesichts der hohen Temperaturen für Hirscher, der es eisig und hart mag, "sicher nicht einfach".

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