"Hatte es selbst in der Hand"

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"Ich habe mich wirklich nicht verstecken müssen"

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Nicht nur in der Gold-Wertung liegt Österreichs Ski-Team ganz klar voran. Neben dreimal Gold und einmal Silber gab es für den ÖSV auch schon viermal den ungeliebten vierten Platz.

Am Sonntag musste Romed Baumann mit "Blech" in der Kombination in Vail/Beaver Creek vorlieb nehmen. "Ich hatte es selbst in der Hand, es zu richten", sagte der Tiroler, der dennoch stolz auf seine Leistung war.

Fehler in der Abfahrt

In der Kombi-Abfahrt war der WM-Kombi-Dritte 2013 lange Zeit auf Kurs Richtung Bestzeit gelegen. Ein schwerer Fehler im unteren Teil kostete dann aber mehrere Zehntel.

Zehntel, die dem 29-Jährigen unterm Strich schmerzhaft abgingen. Am Ende fehlten 0,08 Sekunden auf den drittplatzierten US-Amerikaner Ted Ligety, der Rückstand auf seinen Landsmann und Goldgewinner Marcel Hirscher betrug 0,38 Sekunden.

"Wenn Baumann diesen Fehler nicht macht, dann ist er sogar ein Anwärter auf Gold. Es tut mir wirklich sehr leid für ihn, er ist super gefahren", meinte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel.

Auch Baumann selbst wusste: "Es waren weit mehr als die Hundertstel relativ leicht zu finden. Aber im Nachhinein ist man immer gescheiter. In zwei Tagen interessiert niemanden mehr, dass ich einen Fehler gemacht habe."

"Top-Slalom für einen Abfahrer"

Im Slalom konnte sich Baumann dann gar nichts vorwerfen. "Das war ein Top-Slalom für einen Abfahrer, der in diesem Winter vier Tage Slalom trainiert hat. Ich hab mich wirklich nicht verstecken müssen."

Unterm Strich habe er "eine sehr gute Leistung abgeliefert". "Ich habe an diesem Tag zu den besten Skifahrern am Berg gezählt, darauf bin ich stolz. Im Endeffekt wurde es Platz vier, es gibt schlimmere Sachen im Leben", so Baumann.

Für den Allrounder aus Hochfilzen ging damit eine eher unglückliche WM zu Ende. Davor hatte er in der teaminternen Qualifikation für die WM-Abfahrt den Kürzeren gezogen.

Vor Baumann hatten in Vail/Beaver Creek auch schon Matthias Mayer (Super-G), Nicole Schmidhofer (Abfahrt) und Cornelia Hütter (Super-G) Platz vier belegt.

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