Slalom-Opa schreibt Geschichte

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Erfolgreichster ÖSV-Slalomfahrer

Matt war deshalb zunächst über sich selbst überrascht gewesen. "Ich habe mich gar nicht so gut gefühlt", erklärte er.

Im Finale auf dem Kurs seines Trainers Marko Pfeifer ließ Matt dann trotz einiger "wilder Schnitzer" nichts mehr anbrennen. Die elftbeste Zeit genügte zum souveränen Sieg.

Seinem 14. im Slalom, womit er zu Benjamin Raich aufschloss. Punkto Podiumsplätze hat Matt seinen Landsmann mit dem bereits 39. Slalom-Stockerplatz überflügelt.

"Letzter Sieg ist doch lange her"

"Jetzt bin ich schon sehr stolz, der letzte Sieg ist doch sehr lange her", freute sich Matt über seinen ersten Erfolg seit 6. März 2011 in Kranjska Gora.

"Ich war zwar immer knapp dran, es hat aber knapp nie gereicht. Deshalb bin ich heute überglücklich."

Am 23. Jänner 2000 hatte Matt in Kitzbühel erstmals gewonnen, danach 2001 in St. Anton und 2007 in Aare WM-Gold im Slalom geholt.

14 Jahre Weltspitze

14 Jahre Weltspitze zu sein, sei keine Selbstverständlichkeit. "Das geht nur durch konsequentes Training. Ich habe mich immer fleißig auf die Saison vorbereitet", erklärte Matt.

Dank gelte auch der Ski- und Schuhfirma und den Trainern. "Wir haben im Herbst immer auf gebalkten Piste trainiert, deshalb waren wir von gleich von Anfang an dabei."

Mannschaftlich gut

Das galt auch für den Rest der ÖSV-Slalommannschaft.

Bei gleich 27 Ausfällen kamen zwar nur vier in die Entscheidung, sowohl Raich (9.) als auch Wolfgang Hörl (11.) und Reinfried Herbst (12.), der sich im ersten Lauf noch von den Problemen der anderen Läufer zu sehr einschüchtern hatte lassen ("Im zweiten habe ich dann aber alles auf eine Karte gesetzt"), kamen in die Top-12.

Erster Slalom-Nuller seit 2012

Zum Zeitpunkt der Entscheidung war Hirscher schon auf dem Heimweg.

Für den Salzburger hat sich das Wochenende dennoch gelohnt, denn Ted Ligety ("Ich mag den Ort, hasse aber den Hang") hat wie Leader Aksel Lund Svindal aus Val d'Isere eine "Doppelnull" mitgenommen.

Sein eigener erster Slalom-Nuller seit dem Weltcupfinale 2012 in Schladming - seitdem war Hirscher inklusive WM elf Mal in Folge auf das Podest gekommen - ärgerte den Salzburger dennoch sehr.

"Bin richtig blöd gefahren"

"Ich bin gar nicht zurechtgekommen, bin richtig blöd gefahren. So kann's nicht gehen, das war alles andere als gut", schimpfte er mit sich selbst.

"So etwas kann, soll aber nicht passieren und ist auch ewig nimmer passiert", erklärte der Salzburger.

Irgendwie sei es aber auch legitim. Dem stimmte auch Ligety zu. "Heute hat Marcel gezeigt, dass er auch nur ein Mensch ist."

Alter Läufer Rennen Jahr
34J 8M Mario Matt Val d\'Isere 13/14
33J 9M Finn Christian Jagge Madonna 1999/00
33J 6M Thomas Stangassinger Sierra Nevada 98/99
33J 4M Ivica Kostelic Kranjska Gora 12/13
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