ÖSV-Team beim Teambewerb geschlagen

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Frust statt Lust beim ÖSV-Team beim Team-Event im Rahmen des Weltcup-Finals in Lenzerheide. Die Weltmeister-Mannschaft von Schladming (ohne Marcel Hirscher) geht in Lenzerheide sang- und klanglos unter.

Nach Freilos in der 1. Runde gehen Halbfinale gegen Deutschland und das kleine Finale gegen Italien jeweils 1:3 verloren.

Der Sieg geht an das deutsche Team, das Schweden im Finale mit 3:1 besiegt.

Mandl-Abschied

"Des derf doch net wohr sein!" Der Spruch, den die österreichischen Skidamen am Freitag in Lenzerheide auf ihren T-Shirts trugen, galt nicht dem nur vierten Rang im Teambewerb, sondern war eine Hommage an Herbert Mandl, der dieser Tage als Damen-Rennsportleiter seinen Abschied feiert.

Nur zwei ÖSV-Siege

Es war das erste Rennen, das beim alpinen Ski-Weltcupfinale in dieser Woche über die Bühne ging, nach den Absagen der Abfahrten und der Super-Gs zeigte sich freitags bei bitterer Kälte zwischendurch sogar die Sonne.

Die einzigen Duelle für Österreich gewannen Nicole Hosp und Carmen Thalmann. Die Tirolerin Hosp zog sich eine Schulterverletzung zu und musste zum MRI ins Spital.

Im Aufgebot standen auch Michaela Kirchgasser, Marcel Mathis, Christoph Nösig und Philipp Schörghofer. Aus dem Gold-Team der WM in Schladming fehlte Marcel Hirscher, für den Nösig aufgeboten worden war.

"Teams waren ganz gut aufgestellt"

"Die Teams, die am Start waren, waren ganz gut aufgestellt. Bei uns war Kirchgasser nicht ganz fit. Wir haben alle sechs Athleten zum Einsatz gebracht, wir wollten, dass alle Erfahrung sammeln. Natürlich wollten wir gewinnen, aber wir sind in der Nationenwertung so weit vorne, dass wir das verschmerzen und verkraften werden", sagte ÖSV-Sportdirektor Hans Pum zur APA.

Nur sieben Teams waren am Start, die gesetzten ÖSV-Mannschaft kam sieglos zu Platz vier.

Damen stehen Spalier

Alle in Lenzerheide anwesenden ÖSV-Läuferinnen bildeten nach dem Bewerb im Zielraum mit den Skiern ein Spalier und warteten auf Mandl - gekleidet in weiße Leiberln mit dem aufgedruckten Konterfei des langjährigen Trainers.

Der ließ aber ein wenig auf sich warten. Erstens half er wie immer beim Abräumen der Tore, zweitens durfte er schon auf dem Hang Glückwünsche von anderen Coaches entgegennehmen.

Erst als Anna Fenninger "Herbert, beeil dich, sonst fangen wir ohne dich an!" ins Stadion-Mikrofon rief, kam der Niederösterreicher zur Musik von "I am from Austria" mit einem Packen Stangen auf den Schultern angerauscht.

Nachfolge noch offen

Pum lobte Mandl als "hervorragenden Trainer", der bei den Damen "große Beliebtheit" genoss.

Er und seine zum Markenzeichen gewordenen Worte "Des derf doch net wohr sein!" würden in Zukunft sicher fehlen. Elisabeth Görgl, die Mandl mit den zwei Goldmedaillen bei der WM 2011 in Abfahrt und Super-G große Freude bereitet hatte, trug ein Gedicht vor und sorgte mit den Worten "durch dein großes Organisationstalent haben wir nie ein Rennen verpennt" für Gelächter.

Laut Pum wird der ÖSV für Mandl in Österreich ein Abschiedsfest ausrichten. Die Nachfolge ist noch nicht geklärt.

Endergebnis:

Finale:

1.

Deutschland

Dürr, Hronek, Rebensburg, Neureuther, Dopfer

2.

Schweden

Borssen, Hansdotter, Pietilae-Holmner, Byggmark, Hargin, Myhrer

3.

Italien

Curtoni, Karbon, Merighetti, Deville, Gross, Simoncelli

4.

Österreich

Hosp, Kirchgasser, Thalmann, Mathis, Nösig, Schörghofer

5.

Frankreich

5.

Schweiz

5.

Slowenien

Kleines Finale:

Deutschland

Schweden

Stand

Dürr

Hansdotter

-0,46

0:1

Neureuther

Myhrer

+0,34

1:1

Hronek

Pietilae-Holmner

+0,11

2:1

Dopfer

Byggmark

Ausfall

3:1

Halbfinale:

Österreich

Italien

Stand

Thalmann

Curtoni

+0,04

1:0

Schörghofer

Gross

Ausfall

1:1

Hosp

Merighetti

-1,38

1:2

Mathis

Deville

-0,24

1:3

Viertelfinale:

Österreich

Deutschland

Stand

Kirchgasser

Hronek

0:1

Schörghofer

Dopfer

0:2

Hosp

Dürr

1:2

Nösig

Neureuther

1:3

Schweden

Italien

3:1

Nation 1

Nation 2

Stand

Österreich

Freilos

Deutschland

Schweiz

3:1

Schweden

Frankreich

2:2 (Schweden mit besserer Zeit)

Italien

Slowenien

2:2 (Italien mit besserer Zeit)

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