Gala-Vorstellung! Fenninger "fliegt" zum Heimsieg

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Anna Fenninger feierte am Semmering ihren zweiten Weltcup-Sieg!

Die 23-jährige Salzburgerin distanzierte dabei mit zweimaliger Laufbestzeit die Saison-Dominatorin Tina Maze um gleich 1,10 Sekunden, Platz drei ging an die französische Titelverteidigerin Tessa Worley. Lokalmatadorin Kathrin Zettel kam über Platz sieben nicht hinaus.

Kurios: Exakt vor einem Jahr am 28. Dezember gewann Fenninger zum ersten Mal im Weltcup, damals war es in Lienz ebenfalls ein Heimsieg.

Schwierige Bedingungen

Schneefall, Wind und am Ende Nebel waren beim Auftakt der zehnten Weltcup-Auflage am Zauberberg vor den Toren Wiens unangenehme Begleiter.

Auch die Piste, die wegen des tagelangen Warmwetters mit PTX präpariert hatte werden müssen, machte den sechsten Saison-Riesentorlauf für die Damen zu einer besonderen Herausforderung.

Mit Fenninger meisterte ausgerechnet eine diese Umstände am perfektesten, die bisher am Semmering noch kein einziges Ergebnis ins Ziel gebracht hatte.

Vorentscheidung auf 30 Fahrekunden

Diesmal machte die Salzburgerin gleich in den ersten 30 Sekunden alles klar. Im oberen Flachteil, wo viele ihrer Konkurrentinnen vom Wind förmlich "verblasen" wurden, fuhr Fenninger gleich im ersten Lauf eine halbe Sekunden Vorsprung heraus.

Dass es nicht nur der Wind gewesen war, bewies die Adneterin dann aber unter Flutlicht eindrucksvoll auch mit klarer Bestzeit im deutlich flüssiger gesetzten Entscheidungslauf.

Sieg nach erster Halbzeit-Führung

Und das, obwohl sie erstmals in ihrer Karriere als Führende in eine Entscheidung gegangen war.

"Es ist irgendwie verrückt. Ich habe keine Ahnung, was da passiert", wunderte und freute sich Fenninger nach ihrer RTL-Gala über ihren überfälligen, zweiten Weltcupsieg.

"Ich habe erstmals geführt, hab's aber cool runtergebracht", stellte Fenninger erfreut fest.

Konkurrenz verneigt sich

Entscheidend sei das große Selbstvertrauen aus dem Training gewesen. Dass sie mit breiteren Kanten auf den (Head-) Skiern fährt, könnte auch mit ein Grund für den Riesenvorsprung gewesen sein.

"Anna ist förmlich geflogen", gratulierte Worley und die fünffache Saisonsiegerin Maze, die auch im sechsten Riesentorlauf auf das Podest kam und damit ihre Weltcup-Gesamtführung vor dem Slalom am Samstag weiter ausbaute, verbeugte sich vor der Österreicherin.

"Anna war heute Extraklasse, einfach unschlagbar."

Zettel vergibt Chancen im 1. Lauf

Ihre Siegchancen schnell verspielt hatte hingegen Zettel. Die niederösterreichische Mitfavoritin verspielt ihre Chancen dort, wo Fenninger die Basis für ihren Triumph gelegt hatte.

"Ich habe alles schon im ersten Durchgang aufgerissen. So gesehen ist Platz sieben okay", gab sich die 26-Jährige aber gefasst.

Dass ihr der Wind oben im flachen Startteil ins Gesicht geblasen hatte, wollte Zettel nicht als - alleinige - Ausrede gelten lassen. "Auch eine andere Linienwahl wäre besser gewesen", gab sie sich sportlich fair.

"Wenigstens habe ich Punkte gehamstert", stellte die mit 502 Punkten hinter Maze (999) und Maria Höfl-Riesch (582) auf Platz drei der Weltcup-Wertung liegende Niederösterreicherin fest. Fenninger (450) ist schon Vierte.

Görgl kommt WM-Start näher

Neben Fenninger und Zettel machte auch Elisabeth Görgl mit einem engagierten zweiten Lauf ("Der erste war ganz schlecht") und Platz neun einen Schritt in Richtung WM-Team.

Michaela Kirchgasser (15.), Steffi Köhle (21.) und Eva-Maria Brem (26.) rittern um einen weiteren Platz.

Stark fuhr auch US-Jungstar Mikaela Shiffrin, die mit Rang acht persönliche Bestleistung im RTL erzielte. Am Samstag ist die 17-jährige Mitfavoritin im Slalom.

 

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