"Kirchi" siegt - Fans in Ekstase

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Kirchgasser siegt, Schild am Podest

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Die Slalom-Show der österreichischen Skidamen ist mehr als nur ein Anheizer für den finalen Showdown im Herren-Weltcup gewesen.

Michaela Kirchgasser triumphierte am Samstag bei Prachtwetter auf der WM-Piste von Schladming 0,12 Sekunden vor der Slowakin Veronika Zuzulova und 0,51 vor ihrer Landsfrau Marlies Schild.

Die sechsfache Saisonsiegerin Schild stand als Gewinnerin der kleinen Kristallkugel bereits fest, auf den 34. Slalomsieg ihrer Karriere und die Einstellung des Rekordes von Vreni Schneider (SUI) muss sie weiterhin warten.

Lindsey Vonn (USA) holte den Damen-Rekord an Saisonpunkten.

Kirchgasser: "Vollstes Risiko"

Für Kirchgasser war es der dritte Karriere-Erfolg, der zweite im Slalom nach Kranjska Gora in diesem Winter. Einem Tag vor ihrem 27. Geburtstag gelang der Filzmooserin der erste Heimsieg. Jubelnd drehte sie im Zielraum ihre Runden und reckte vor 14.000 Zuschauern immer wieder ihre Skier in die Höhe.

"Das ist einfach wunderschön! Vor so einem Publikum und noch dazu auf dem nächsten WM-Hang zu gewinnen, ist unbeschreiblich", sagte Kirchgasser, die nach verhaltenem Beginn im Finale aufdrehte.

"Ich bin vollstes Risiko gegangen. Das hat sich ausgezahlt!" Passend in Hinblick darauf, dass das WM-Maskottchen mit "Hopsi" ein Langohr ist, meinte Kirchgasser: "Jetzt weiß ich, wie der Hase rennt."

"Bei dieser Kulisse ein Traum"

Für die Halbzeitführende Zuzulova reichte es wieder nicht für den ersten Karrieresieg und Premieren-Erfolg für die Slowakei. Sie hält nun bei sechs zweiten und sieben dritten Plätzen. Dafür verbesserte sich Schild von Rang vier im Finale auf drei und damit auf das Podest.

"Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass ich den 34, Sieg mache. Vielleicht habe ich mir zu viel Druck gemacht, und das nicht so umsetzen können. Kirchi hat gewonnen, ich die Kugel geholt, das ist bei dieser Kulisse ein Traum", hielt sich bei Schild die Enttäuschung in Grenzen.

Mit dem weicheren Schnee der vergangenen Wochen hatte Schild ihre Probleme gehabt, das setzte sich auch am Samstag fort. Mit der siebentplatzierten Niederösterreicherin Kathrin Zettel landete eine weitere ÖSV-Läuferin in den Top-Ten, was in Hinblick auf die Welt-Titelkämpfe im nächsten Jahr ein vielversprechendes Ergebnis ist.

Vonn knackt Kostelic-Rekord

Weiter warten heißt es neben Schild auch für Lindsey Vonn, der nach Platz acht und gesamt 1.980 Punkten nun noch 20 Zähler auf den Saison-Rekord von 2.000 von Hermann Maier fehlen. Der Flachauer hatte diese Bestmarke im Winter 1999/2000 aufgestellt.

Geknackt hat die US-Amerikanerin vor dem finalen Riesentorlauf am Sonntag aber den Frauen-Rekord, den mit 1.970 Punkten die Kroatin Janica Kostelic (2006) gehalten hatte.

"Kirchgasser hat es sich verdient, sie ist super gefahren. Ich bin im ersten Durchgang ein bisschen zu vorsichtig gewesen, aber auf weichem Schnee bin ich nicht so gut. Aber über den Damen-Rekord bin ich jetzt sehr froh", meinte Vonn.

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