Rebensburg mit Sieg zur kleinen Kristallkugel

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Mit Platz eins hat Olympiasiegerin Viktoria Rebenburg in Schladming noch einmal deutlich gemacht, dass sie mit Recht erneut würdige Gewinnerin der kleinen Kristallkugel für die Riesentorlaufwertung ist.

Die Deutsche siegte im allerletzten Saisonbewerb 0,64 Sekunden vor der Salzburgerin Anna Fenninger und 1,24 vor der Italienerin Federica Brignone und fixierte den achten Karriereerfolg, den siebenten in dieser Disziplin.

Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn verpasste den Rekord von Hermann Maier von 2.000 Saison-Punkten aus dem Winter 1999/2000 um 20 Zähler.

Rebensburg ist "super happy"

Rebensburg, die in Schladming auch den Super-G gewonnen hat und sich auf den WM-Pisten von 2013 sichtlich wohlfühlt, hatte noch genug Kraftreserven für den schwierigen Herren-Hang.

"Ich habe echt einen guten Tag erwischt und bin super happy. Die Kraft war noch da, aber nun bin ich auch froh, dass die Saison vorbei ist", meinte die 22-Jährige, die in Zukunft auch ein Thema für den Gesamtweltcup ist.

"Da ist das sportlich größte Ziel, aber das kann man nicht planen. Es ist superschwierig, das zu erreichen. Man muss über die gesamte Saison konstant fahren."

Vonn mit Pech

Vonn war nach dem ersten Durchgang nur an Platz 16 gelegen, im zweiten Lauf blieb ihr rechter Skistock am Start hängen.

Mit nur einem Stock wurde sie 24. und machte keine Punkte, auf Rang 13 hätte sie aber zumindest kommen müssen.

Enttäuscht blieb die ehrgeizige und rekordhungrige Sportlerin im Zielraum liegen und schlug mit der Faust in den Schnee. Fixiert hat sie mit 1.980 Punkten aber neue Damen-Bestleistung.

Enttäuschung sichtbar

"Wenn du so hart arbeitest und dann im letzten Lauf, wenn noch alles möglich ist, verlierst, dann ist das schon schwer. Aber es ist für mich eine Motivation für das nächste Jahr", meinte die 27-Jährige.

"Es ist aber nicht leicht, so viele Punkte zu erreichen. Deshalb habe ich auch so gekämpft."

Ihren Ärger will sie runterspülen. "Auf der Party mit Red Bull. Und ein bisschen Wodka dazu."

US-Präsident schwärmt

Bei einer Athletin wie Vonn, die mit den Kugeln für Gesamtweltcup, Abfahrt, Super-G und Super-Kombination aber hoch dekoriert ist, kommt natürlich auch der Präsident des US-Skiverbandes, Bill Marolt, ins Schwärmen.

"Sie ist dem Sport ergeben. Hinter ihrem Erfolg steckt kein Geheimnis, sie arbeitet einfach hart dafür und sie liebt es. Sie hat großartige Resultate, aber sie ist auch eine großartige Persönlichkeit. Das Publikum liebt sie, die Kinder lieben sie. Sie ist eine großartige Botschafterin für unseren Sport. Man sieht in ihrem Gesicht, sie liebt, was sie tut. Sie hat sicherlich die Möglichkeit, alle Rekorde zu brechen", sagte er bei seinem Kurz-Besuch in Schladming zur APA.

Fenninger wollte Heimsieg

Für Fenninger endete die Saison mit einem zweiten Rang, die Lienz-Siegerin hatte alle Kraft in dieses finale Rennen gelegt.

"Daheim gewinnen wäre noch schöner gewesen, aber Vicky war so stark, ich muss ihr gratulieren. So eine Stimmung habe ich noch nicht erlebt, das ist ein Hexenkessel", sagte die Salzburgerin.

Auf den Rängen acht bis zehn landeten die weiteren ÖSV-Läuferinnen Marlies Schild, Stefanie Köhle und Eva-Maria Brem. Elisabeth Görgl wurde 13., Slalomsiegerin Michaela Kirchgasser an ihrem 27. Geburtstag 15.

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