Rebensburg feiert RTL-Heimsieg

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Görgl lacht bei Rebensburg-Sieg vom Podest

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Viktoria Rebensburg hat die Skifans im Allgäu am Freitag gehörig ins Schwitzen gebracht.

Bei perfektem Frühlingswetter mit 15 Grad Plus raste die 22-jährige Olympiasiegerin am Ofterschwanger Horn zu ihrem fünften Sieg in einem Weltcup-Riesentorlauf.

Hinter der neuen Führenden in der Disziplinwertung und der Slowenin Tina Maze (0,06 Sek. zurück) landeten die Steirerin Elisabeth Görgl und die Italienerin Irene Curtoni ex aequo auf Platz drei (+0,74).

Erster DSV-Sieg in Ofterschwang

Trotz T-Shirt-Wetters und großteils direkter Sonneneinstrahlung war die Piste in einem relativ guten Zustand und ließ ein faires Rennen zu.

"Das ist eine superschöne Sache", jubelte Rebensburg, die sich in den vergangenen Tagen im Training auf die Bedingungen gut eingestellt hatte.

Erstmals gewann eine Deutsche eines der neun seit 2001 stattfindenden Weltcuprennen in Ofterschwang nahe des Skisprung-Traditionsortes Oberstdorf.

"Es war im zweiten Durchgang nicht mehr leicht, aber für die hohen Temperaturen war die Piste in einem guten Zustand", meinte sie.

Görgls Kampf endet am Podest

So sehr sich Maze ärgerte ("Zu viele zweite Plätze"), so sehr freute sich Görgl.

"Ich hatte sicher das eine oder andere Fehlerchen, aber ich habe gekämpft und es war eigentlich lässig zum Fahren. Echte Traumläufe sind mir noch nicht ausgekommen, aber die Basis ist sehr gut, ich habe mich im Riesentorlauf sehr gut weiterentwickelt", erklärte Görgl, die als nun Dritte im Riesentorlauf-Weltcup 109 Zähler Rückstand auf Rebensburg hat.

Zweite ist die Französin Tessa Worley, die auf Tagesrang sieben kam.

Rückschlag für Fenninger

Anna Fenninger musste im Kampf um die kleine Kristallkugel einen Rückschlag hinnehmen, sie verpasste im ersten Lauf ein Tor und schied wie Landsfrau Andrea Fischbacher und die Deutsche Maria Höfl-Riesch aus.

"Das ist sehr ärgerlich, weil mir der Hang und die Verhältnisse entgegenkommen. Aber es sind ja noch drei Rennen", meinte die Salzburgerin Fenninger.

Weltcup-Entscheidung wird aufgeschoben

Im Kampf um den Gesamtweltcup hat die US-Amerikanerin Lindsey Vonn (RTL-Zehnte) nun 474 Zähler mehr auf dem Konto als ihre erste Verfolgerin Maze.

Bei einem ähnlichen Rennverlauf im zweiten Ofterschwang-Riesentorlauf am Samstag wird die Kugel-Entscheidung wohl vermutlich zumindest bis zu den Technikbewerben nach Aare vertagt werden.

Vonn müsste nach dem Sonntag-Slalom 600 Punkte mehr auf dem Konto haben als die Zweitplatzierte, um vorzeitig als Kristall-Empfängerin festzustehen.

Maze will ganz nach oben

Maze kündigte jedenfalls bereits an, im Samstag-Riesentorlauf ganz oben stehen zu wollen. Zuerst aber war Abkühlung angesagt.

"Es ist hier wie in der Sauna", sagte die Slowenin, die sich im Zielraum wie die Konkurrentinnen schnellstmöglich aller entbehrlicher Kleidung entledigte.

Köhle packt Gefühl aus

Von der Suche nach den spärlich vorhandenen Schattenplätzen am Start berichtete Stefanie Köhle, die sich über Rang acht freute.

"Ein gutes Ergebnis. Bei dem Schnee musst du das Gefühl auspacken. Jetzt hoffe ich, dass es beim nächsten Mal wieder so geht."

Brem verbessert sich

Den Sprung von 19 auf 11 schaffte Eva-Maria Brem, die ihrem Ziel, für das Weltcupfinale in Schladming eine Startberechtigung zu erlangen, sehr nahe gekommen ist.

"In Summe war es wieder gut. Mit der Startnummer und der Piste kann man sich nicht mehr erwarten."

Kathrin Zettel kam auf Rang 16, Marlies Schild auf 17 ("Im Riesentorlauf habe ich noch keine Lösung gefunden") und Michaela Kirchgasser auf 18.

Wegen ihres grippalen Infekts wird Kirchgasser auf das Rennen am Samstag verzichten und sich auf den abschließenden Slalom konzentrieren.

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