Hirscher hat nach Rang 4 alle Trümpfe in der Hand

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Der Salzburger Marcel Hirscher hat am Donnerstag den wohl entscheidenden Schritt zu seinem vierten Gesamtsieg im alpinen Ski-Weltcup in Serie gemacht.

Der 26-Jährige belegte in der Saison-Finalwoche in Meribel im Super-G als bester Österreicher Rang vier und verlor auf den zweitplatzierten Kjetil Jansrud nur 4/100 bzw. 30 Punkte.

Damit geht Hirscher mit 34 Zählern Vorsprung in das Wochenende.

Gute Nummer

Österreichs Ski-Star hatte zunächst bei der Startnummernauslosung Glück gehabt, nutzte die Nummer sechs aber auch bestens.

Außerdem traf er mit der Wahl der Abfahrts-Ski die richtige Entscheidung. Hirscher übernahm die Führung und wurde nur noch vom Franzosen Brice Roger, vom späteren kanadischen Sieger Dustin Cook und eben Jansrud verdrängt.

Auf das Podest fehlte nur 1/100 Sekunde, auf den Sieg nur 9/100.

Erinnerungen an Schladming 2012

"Den Ausgang hätte ich mir nicht so vorgestellt", war Hirscher selbst von seiner Vorstellung angetan.

"Irre, gut gefahren, sonst gäbe es das auch nicht in dem knappen Klassement." Er wies aber darauf hin, dass er so etwas schon einmal geschafft hatte, nämlich als Super-G-Dritter beim Weltcup-Finale 2012 in Schladming. Als nächstbeste Österreicher wurden Max Franz (+0,27) und Hannes Reichelt (0,36) Sechster bzw. Siebenter.

Gratulanten müssen warten

In Richtung Gesamt-Weltcup wollte sich Hirscher noch nicht gratulieren lassen, auch wenn nun nur noch seine Parade-Disziplinen Riesentorlauf (Samstag) und Slalom (Sonntag) kommen und er so alle Trümpfe in der Hand hat.

Jansrud kündigte an, den Slalom gar nicht fahren zu wollen.

"Es ist sehr viel getan, aber durch ist noch gar nichts", sagte Hirscher. Er sah den Super-G auch als eine perfekte Riesentorlauf-Vorbereitung.

"Ein richtiger Super-G-Fahrer"

Jansrud war mit seiner Leistung zufrieden, nachdem er am Vortag die Abfahrt gewonnen und so in diesem Speed-Double 180 Punkte geholt hatte.

"Es war ein bisschen schwieriger für mich mit Startnummer 17. Jedes Rennen kann man aber nicht gewinnen."

Den Weltcup habe er theoretisch noch nicht verloren, praktisch schon: "Ich bin von Marcel imponiert. Er ist stabil gefahren, wie ein richtiger Super-G-Fahrer. Das war cool."

Defago schwingt ab

Cook war in Beaver Creek Vize-Weltmeister geworden und bewies mit Startnummer zwölf erneut seine Stärke in seiner Lieblingsdisziplin.

"Beaver Creek hat mir Flügel verliehen. Ich möchte auch nächste Saison so oft wie möglich in die Top 3", sagte er.

Der Schweizer Didier Defago beendete seine Weltcup-Karriere als Zwölfter, am Vortag war der 37-Jährige in der Abfahrt als Zweiter noch einmal auf dem Podest gelandet.

Mayer kommt zu Sturz

Von den übrigen Österreichern klassierte sich keiner in den Top Ten, Punkte holten noch Vincent Kriechmayr (0,55) und Romed Baumann (0,56) als 13. bzw. 14. Matthias Mayer stürzte beim vorletzten Tor.

"Mir tut schon alles ein bisschen weh, aber es ist noch einmal gut ausgegangen." Den Riesentorlauf fährt der Kärntner nicht, seine Weltcup-Saison ist damit beendet.

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