Shiffrin holt den nächsten Sieg

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Weltmeisterin Shiffrin triumphiert in Maribor

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Mikaela Shiffrin ist auch in ihrem ersten Slalom nach dem neuerlichen Weltmeistertitel unschlagbar gewesen.

Die US-Amerikanerin siegte am Sonntag im "Regenrennen" von Maribor über eine Sekunde vor der Slowakin Veronika Velez-Zuzulova und der Tschechin Sarka Strachova.

Doppel-Nuller für Maze

Zur großen Verliererin wurde bei ihren Heimrennen Tina Maze, die in Riesentorlauf und im Slalom ausfiel.

Nach dieser Doppel-Null beim großen Heimauftritt nach der WM hat die slowenische Doppel-Weltmeisterin von Beaver Creek elf Rennen vor Schluss nur noch 84 Punkte Vorsprung auf Anna Fenninger, die am Samstag den Riesentorlauf für sich entschieden hatte.

Innerhalb von je zwei Rennen vor und nach der WM hat Fenninger damit gewaltige 247 Zähler auf die führende Slowenin gutgemacht, obwohl die nicht im Slalom startende Salzburgerin davon nur drei bestritten hat. Vor St. Moritz war sie noch 331 Punkte zurückgelegen.

Zettel als beste Österreicherin Siebente

Für die ÖSV-Damen gab es in Maribor ein mageres Slalom-Ergebnis.

Nur vier von neun erreichten das Finale, in dem sich Kathrin Zettel dank Laufbestzeit im zweiten Durchgang aber noch von Platz 15 auf Rang sieben unmittelbar vor Bernadette Schild katapultierte.

Die nicht für die WM nominierte Schild war nach Lauf eins überraschend Vierte gewesen. Platz acht war am Ende dennoch ihr bisher bestes Saisonresultat.

Shiffrin souverän

Shiffrin führte schon nach Lauf eins 0,68 Sek. vor der WM-Dritten Strachova und 0,81 vor der kanadischen Überraschungs-Dritten Erin Mielzynski und ließ auch im Finale bei bereits strömendem Regen nichts mehr anbrennen.

Während viele Läuferinnen mit der schlechten Sicht und der gesalzenen Piste am Pohorje große Probleme hatten, carvte die 19-jährige Doppel-Weltmeisterin und Olympiasiegerin souverän zum 13. Weltcupsieg, ihrem zwölften im Slalom.

Erstmals seit Marlies Schild 2011 hat damit eine Läuferin auch den ersten Slalom nach dem WM-Titel gewonnen.

Weltcupführung für Shiffrin

"Die Verhältnisse waren okay, die Piste trotz des Regens richtig gut", kommentierte Shiffrin ihre neuerliche Siegesfahrt. Wie bei der WM hatte sie auch in Maribor ein Mittagsschläfchen gehalten.

Weil Frida Hansdotter gleichzeitig als Neunte ihr schlechtestes Saisonergebnis ablieferte, führt "Mika" nun auch in der Slalomwertung 30 Punkte vor der Schwedin.

Drei Slalom-Kristallkugeln in Folge hat davor zuletzt Vreni Schneider vor 20 Jahren geschafft.

"Habe den Flow zurück"

"Im Slalom habe ich den Flow zurück", meinte Shiffrin angesichts ihrer Materialprobleme vor dem Jahreswechsel.

Seit sie diese beseitigt hat, hat die Amerikanerin inklusive WM von fünf Slaloms vier gewonnen und ist ein Mal (Flachau) Dritte geworden.

Niederlage für ÖSV-Damen

Von solchen Dimensionen kann man im ÖSV-Slalomteam seit dem Rücktritt von Marlies Schild nur träumen. In Maribor schied die einzige Saisonsiegerin Nicole Hosp ebenso schon in Lauf eins aus wie Michaela Kirchgasser.

Während RTL-Spezialistin Eva-Maria Brem als 25. zum zweiten Mal in diesem Winter punktete, hielten Zettel mit ihrer Laufbestzeit und Schild trotz ihres Rückfalls in der Entscheidung die Fahnen hoch.

Schild hat "hart gearbeitet"

"Ich habe letztes Monat hart gearbeitet, weil ich gewusst habe, dass es auch anderen schon so ergangen ist und die was daraus gemacht haben", erzählte Schild nach Platz vier zur Halbzeit über ihre "WM-Auszeit".

Nach zwei Fehlern in der Entscheidung ging sich zwar nur noch Platz acht aus, die kleine Schild-Schwester war dennoch zufrieden.

"Der Spaßfaktor ist schon höher, wenn man weiß, man kann wieder um einen Podiumsplatz mitsprechen. Ich wollte auf keinen Fall verbremsen, das habe ich heuer eh schon zu oft."

Zettel mit Fehlern und Laufbestzeit

Zettel hatte sich in Lauf eins nur durch akrobatische Einlagen im Kurs gehalten, trotz schmerzender Hüfte lieferte sie dann eine Laufbestzeit ab. Dabei war die Niederösterreicherin mit ihrer Vorstellung gar nicht zufrieden.

"Mir hat es auch im zweiten Durchgang die Ski verschnitten und es ist nicht hundertprozentig was weitergegangen", wunderte sich die 28-Jährige.

"Hier ging nichts"

Niedergeschlagen verließ Maze das nasse Maribor. Nach Platz sechs im ersten Durchgang fädelte die Slowenin vor vielen Fans, die trotz des schlechten Wetters ausgeharrt hatten, in der Entscheidung ein.

"Hier ging einfach nichts", gab die 31-Jährige zu. "Es war nicht einfach. Aber so etwas passiert eben und man muss weiterkämpfen", sagte Maze. Zur Gesamt-Situation im Weltcup meinte sie: "Was soll ich sagen? Anna fährt gut, und ich war hier ganz schlecht. Das wird noch ganz eng in dieser Saison."

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