Hirscher bei DSV-Doppelsieg auf Rang sieben

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Die eindrucksvolle Podest-Serie von Marcel Hirscher im alpinen Ski-Weltcup ist am Montag gerissen.

Österreichs Ski-Superstar musste sich im Nacht-Slalom in Madonna di Campiglio mit Rang sieben begnügen. Damit landete der 25-Jährige im siebenten Technikrennen des Winters erstmals nicht in den Top-Drei.

Der Sieg ging überlegen an den Deutschen Felix Neureuther.

DSV-Doppelsieg

Neureuther führte einen deutschen Doppeltriumph an, denn der für den Deutschen Skiverband (DSV) startende Tiroler Fritz Dopfer landete mit 0,82 Sekunden Rückstand auf Rang zwei.

Neureuther ist jetzt mit zehn Siegen der erfolgreichste deutsche Weltcup-Athlet der Geschichte. Markus Wasmeier (9 Siege) folgt nun nur noch auf Rang zwei des ewigen Rankings.

"Es kann nicht jeden Tag die Sonne scheinen"

Die Weihnachtskrone im Gesamt-Weltcup ging an den Norweger Kjetil Jansrud, der aktuell 34 Punkte mehr als Hirscher auf dem Konto hat.

"Es kann nicht jeden Tag die Sonne scheinen", nahm es Hirscher einen Tag nach seinem Riesentorlauf-Erfolg in Alta Badia mit Fassung.

"Ich bin trotzdem sehr happy mit der bisherigen Saison", erklärte der 25-Jährige. Schließlich legte Hirscher den besten Saisonstart seiner Karriere hin.

Mit seinen sechs Podestplatzierungen räumte der ÖSV-Star 576 Punkte ab - so viele hatte er vor Weihnachten noch nie geholt. Die bisherige Bestmarke waren 560 Zähler aus der Saison 2012/13 gewesen.

"Zu wenig Attacke"

Hirscher verspielte seine Chance auf seinen fünften Saisonsieg bereits im ersten Lauf. Ausgerechnet auf einem Kurs, der von seinem persönlichen ÖSV-Trainer Michael Pircher ausgeflaggt wurde.

"Ich dachte, dass auf diesem schwierigen Kurs ein sauberer Lauf reichen würde. Im Endeffekt war es dann zu wenig Attacke", ärgerte sich Hirscher.

Gefühl täuscht Hirscher

Mit einem derartigen Rückstand hatte er nicht gerechnet. "In Alta Badia war ich baff, weil ich nicht gedacht habe, dass ich so schnell war. Heute war ich wieder baff, weil ich gedacht habe, dass ich eigentlich schneller war. Mein Gefühl hat mich zweimal ordentlich getäuscht", betonte Hirscher, der Defizite im Slalom sieht: "Ich weiß, was ich über Weihnachten zu tun habe: Slalom trainieren."

Auf der Heimfahrt wird der Annaberger dem Therapeuten von Neureuther einen Besuch abstatten. Der dreifache Gesamtweltcup-Gewinner lässt sich nicht zuletzt aufgrund seiner jüngsten hartnäckigen Verkühlung durchchecken.

"Clever und schnell"

In der Slalom-Wertung ist Neureuther die neue Nummer eins, der 30-Jährige führt 24 Zähler vor Hirscher.

"Das war heute ein perfektes Rennen von mir. Ich bin clever und schnell gewesen, das war richtig geil", jubelte Neureuther nach dem Sieg vor rund 10.000 Zuschauern.

Dritter Nuller für Matt

Olympiasieger Mario Matt kam auch im dritten Saisonrennen nicht ins Ziel und verließ danach wütend den Zielraum Richtung Weihnachtspause. Benjamin Raich musste sich mit Platz 18 begnügen, war aber immerhin neben Hirscher Österreichs zweiter Athlet in den Punkterängen.

"Ich hab' einige Fehler gemacht, dazu kommt meine mittlerweile recht hohe Startnummer (20, Anm.). Jetzt werde ich ein paar Tage Pause machen und dann mit frischem Elan ins Training starten", sagte der 36-Jährige.

Reinfried Herbst schied wie Matt aus. Damit hat der Salzburger vier der jüngsten fünf Weltcup-Rennen nicht beendet. "Ich hatte ein super Gefühl und sehr schnelles Material. Und dann passiert so ein Einfädler. Ich bin froh, wenn dieses Jahr endlich vorbei ist", erklärte Herbst.

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