Podestplatz als Antwort

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ÖSV-Asse rehabilitieren sich im Super G

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Österreichs schnelle Ski-Truppe hat sich am Sonntag beim alpinen Weltcup-Wochenende in Lake Louise für die bescheidene Ausbeute vom Samstag bei der ersten Saisonabfahrt rehabilitiert.

Abfahrtsolympiasieger Matthias Mayer landete 29/100 hinter dem wie am Vortag siegreich gebliebenen Norweger Kjetil Jansrud auf Rang zwei.

Otmar Striedinger, Max Franz und Hannes Reichelt wurden Vierter bis Sechster.

ÖSV-Asse feilten am Material

Etliche ÖSV-Asse hatten nach den ernüchternden Erfahrungen in der Abfahrt für den stumpfen Schnee ihr Material neu ausgerichtet, und das mit Erfolg. Für Mayer wurde es wie 2013 Rang zwei. Auch da war mit dem derzeit verletzten Aksel-Lund Svindal nur ein Norweger schneller gewesen.

"Da bin ich auch bei der letzten Zwischenzeit in Führung gelegen", erinnerte Mayer. 14 Weltcup-Super-Gs in Folge gab es nun schon keinen ÖSV-Sieg.

Der Kärntner musste den in Überform agierenden Jansrud zwar um knapp drei Zehntel ziehen lassen, gewann aber den Hundertstel-Kampf um die Plätze.

 

Mayer: "Ich war voll am Limit. Ich habe mein Set-up geändert und auch die Fahrerei." Striedinger hingegen verlor einmal mehr ein hauchdünnes Duell, nur eine Hundertstel hinter dem Italiener Dominik Paris stand der ebenfalls aus Kärnten stammende Rennläufer neben dem Podest (+0,32).

Kurs wurde kurzfristig umgesetzt

Doch beim 23-jährigen Striedinger überwog die Zufriedenheit: "Die Hundertstel kommen sicher einmal retour. Ich habe beim Material etwas umstellen müssen, habe mich da gestern leider vergriffen. Aber wie es aussieht, habe ich die richtige Schraube gefunden."

Erschwerend kam dazu, dass der mit 45 Toren versehene Kurs von ÖSV-Speed-Coach Florian Winkler nach der Besichtigung im Steilhang noch etwas umgesetzt worden ist.

Der Überraschungseffekt war an dieser Stelle bei so manchem daher groß. "Das war eine komische Situation", gab etwa Reichelt zu bedenken.

In seinem zweiten Speed-Rennen nach seinem Bandscheibenvorfall vom vergangenen Winter überzeugte der Kitzbühel-Triumphator erneut, am Samstag war er als Neunter bester Österreicher gewesen. Nur 42 Hundertstel lag er hinter dem Sieger, 7/100 hinter Teamkollege Franz.

Franz ärgert sich über verpassten Podestplatz

Dem wurmte bei seinem Zieleinlauf die "2" auf der Anzeigetafel, 4/100 fehlten ihm da auf Paris und letztlich auf Endrang drei. "Ich ärgere mich über einen Schwung, den ich ein bisschen zu hart gefahren bin", meinte Franz.

Paris wiederum war positiv überrascht, dass er seinen ersten Top-10-Super-G auf dem Podest beendete. "Das hätte ich mir nicht gedacht", gab der Südtiroler zu. "Aber ich habe diesen Sommer schon mehr Technik trainiert."

Fünfter Weltcupsieg für Jansrud

Jansrud feierte seinen fünften Weltcupsieg. Wie Svindal 2012 holte er in Lake Louise das Double. "Das ist schon ein bisschen überraschend", sagte der Olympiasieger in dieser Disziplin.

"Aber ich habe gewusst, dass ich in guter Form bin. Mein Name ganz oben auf der Liste, das ist ein gutes Gefühl."

Zudem jagte er dem Salzburger Marcel Hirscher die Führung im Gesamt-Weltcup ab. Weiter geht es von Freitag bis Sonntag in Beaver Creek.

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