Vonn wieder eine Klasse für sich - Görgl am Podest

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Lindsey Vonn dominiert das Speed-Wochenende in Lake Louise und jubelt über ihren bereits zehnten Sieg im kanadischen Ski-Ort.

Die US-Amerikanerin setzte sich am Samstag mit 1,68 Sekunden Vorsprung auf die Französin Marie Marchand-Arvier und 1,91 auf die Steirerin Elisabeth Görgl durch.

Für die 27-jährige Vonn war es der 44. Weltcupsieg, der 23. in der Abfahrt. In der laufenden Saison hat sie damit bereits drei Rennen gewonnen, neben den zwei Abfahrten auch den Auftakt-Riesentorlauf in Sölden. Vonn führt damit im Gesamtweltcup.

Mit Spaß in die Rekordlisten

Mit zehn Siegen in Lake Louise zog Vonn mit der steirischen Rekord-Speedpilotin Renate Götschl gleich, die in Cortina zehnmal gewonnen hat.

"Mein Ziel ist nur, Spaß zu haben, und jeden Tag so schnell wie möglich zu fahren, die Rekorde kommen danach. Ich denke nicht viel über die Rekorde nach", erklärte Vonn, die auch im Super-G am Sonntag zu favorisieren ist.

Zu ihrem zweiten Abfahrts-Erfolg en suite meinte Vonn: "Ich habe versucht, gleich wie gestern zu fahren. Ich habe heute ein paar Fehler mehr gemacht als gestern, weil die Sicht war nicht so gut. Trotzdem war es ein guter Lauf, ich bin ganz happy, dass ich noch einmal gewonnen habe."

Wieder klarer Vorsprung

Das konnte sie laut sagen, denn der Vorsprung lag auch am Samstag deutlich über eineinhalb Sekunden.

Die deutsche Gesamtweltcupsiegerin Maria Höfl-Riesch landete an der sechsten Stelle und zeigte sich gegenüber dem Vortag verbessert (9.).

Görgl bezwingt sich selbst

Nach ihrem Trainingssturz am Donnerstag und einer verhaltenen Fahrt am Freitag (20.), raste Görgl am Samstag als Dritte auf das Podest.

"Gestern war für mich auch wichtig, dass ich gefahren bin nach dem Sturz. Ich habe heute mit mir gekämpft und mich selbst bezwungen. Es ist mir nicht gut gegangen. Ich bin froh, dass es so gut ausgegangen ist", sagte die Weltmeisterin, die sich mit Kopfweh als Folge der leichten Gehirnerschütterung plagte und sich gleich nach dem Rennen wieder hinlegen und ausrasten wollte.

Kleiner Fehler, große Wirkung

Die weiteren Österreicherinnen lagen weit zurück, Anna Fenninger wurde Zwölfte (+2,28).

"In der Phase, wo ich bisher am stärksten war, habe ich heute zu viel wollen. Ich habe versucht, fein zu fahren, bin dann aber nach hinten gekommen. Ich muss auch sagen, dass ich heute schon ein bisschen müde war. Ich habe versucht, alles rauszuholen, dafür war die Leistung schon gut", sagte die Salzburgerin.

Fischbacher "böse auf sich selbst"

Andrea Fischbacher, am Freitag als 13. zweitbeste Österreicherin, war mit 2,67 Sekunden Rückstand auf verlorenem Posten (17.).

"Ich bin böse auf mich selbst, ich hatte es selbst in der Hand. Manchmal riskiert man ein bisschen zu viel. Ich bin zu gerade auf ein Tor hingekommen und musste schauen, dass ich im Lauf bleibe."

Im Super-G rechnet sie sich gute Chancen aus, weil sich gezeigt hatte, das sie in den Kurven schnell sei. Ein persönliches Erfolgserlebnis verbuchte Nicole Hosp, die Tirolerin fuhrt mit Startnummer 58 noch an die 20. Stelle.

Sturz schockt Vonn

Das Rennen war nach dem Sturz der US-Amerikanerin Laurenne Ross für längere Zeit unterbrochen, die Läuferin war schreiend im Netz gelegen. Nach Erstversorgung wurde Ross mit dem Helikopter abtransportiert.

Vonn hatte über Funk erfahren, dass der Sturz ihrer Landsfrau glimpflich verlaufen ist. "Ich habe gehört, sie hat ein Cut im Gesicht erlitten, da war viel Blut, aber die Knie und alles andere sind gut. Sie muss jetzt noch einen Check bei den Ärzten machen, im Moment schaut es gut aus."

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