Mayer erstmals am Podest einer Weltcup-Abfahrt

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Mit lockerer Fahrt aufs Podest

Mayer zeigte sich nach seinem Ausfall am Freitag mit der Leistung zufrieden. "Ich bin locker gefahren. Es war im Training schon ganz gut, im Rennen gestern bin ich leider weggerutscht und fast zu Sturz gekommen. Heute ist es mir ganz gut gelungen, es war eine konstante Fahrt ohne große Fehler", sagte der 23-Jährige.

Wo genau Sieger Guay die sechs Zehntel rausgeholt habe, konnte er sich aber nicht erklären. Mayers zuvor beste Abfahrtsergebnisse waren im Dezember in Bormio der fünfte und im Jänner in Wengen der sechste Rang gewesen.

Guay dankt Servicemann

Der 32-jährige Guay gewann sein fünftes Weltcuprennen, das dritte in der Abfahrt.

"Ich bin sehr glücklich, dass es aufgegangen ist. Im Mittelteil war es sehr weich. Ich muss heute echt meinem Servicemann danken", sagte der Kanadier.

Streitberger hatte am Vortag seine Nummer eins optimal ausgenützt, mit der 13 am Samstag hatte er bereits deutlich mehr Spuren vor sich: "Es war sehr unruhig. Ich habe im Mittelteil einen Fehler gemacht und den Rechtsschwung unten heute ein bissi verhaut. Da habe ich von der Linie zu viel riskiert."

Svindal hinter seinen Erwartungen

Ein wenig säuerlich blickte Svindal auf seine Ausbeute aus den zwei Abfahrten. Die Ränge fünf und sechs waren die schlechtesten Saisonplatzierungen.

Dabei hatte er eigentlich einen ordentlichen Polster im Gesamtweltcup auf Kontrahent Hirscher schaffen wollen.

"27 Punkte Vorsprung sind viel zu wenig, dafür ist Marcel viel zu gut", meinte der Norweger, der am Freitag den Gewinn der Abfahrtswertung fixiert hatte und am Sonntag auch das Super-G-Kristall einheimsen kann.

Er führt mit 134 Punkten Vorsprung auf den Schweizer Didier Defago.

"Dann macht man kleine, dumme Fehler"

"Die Speed-Kugeln waren ein Ziel von mir, ich werde versuchen, auch die Super-G-Kugel zu holen. Für den Kopf ist es ein bisschen einfacher, eine kleine Kugel als Ziel zu haben. Wenn ein Rennen abgesagt wird, ist es für alle gleich. Aber für die große Kugel heißt das, dass es dann schwieriger für mich wird", erläuterte Svindal, der zugab, dass ihm derzeit alles etwas schwieriger falle.

"Manchmal geht es sehr leicht, dann weiß man genau, was man zu tun hat. Manchmal muss man für alles viel mehr arbeiten. Und dann macht man kleine, dumme Fehler."

Technik-Wochenede in Kranjska Gora

Nach dem Super-G am Sonntag in Kvitfjell geht es nächste Woche für die Herren mit den Technikbewerben in Kranjska Gora (Riesentorlauf, Slalom) weiter, da greift auch Hirscher wieder ins Geschehen ein.

In der Finalwoche in Lenzerheide stehen noch einmal je eine Abfahrt, ein Super-G, ein Riesentorlauf und ein Slalom an.

Olympiasieger Matthias Mayer hat seinen ersten Podestrang im Abfahrts-Weltcup erreicht.

Der Kärntner kam Samstag in Kvitfjell 0,57 Sekunden hinter Sieger Erik Guay (CAN) und 0,22 hinter Johan Clarey (FRA) auf Platz drei.

Der Norweger Aksel Lund Svindal übernahm als Tagesechster die Führung im Gesamtweltcup, er hat sieben Rennen vor Schluss 27 Punkte Vorsprung auf den Salzburger Marcel Hirscher.

Strecke verlängert

Die deutlich verkürzte erste Kvitfjell-Abfahrt hatten am Freitag ex aequo der Salzburger Georg Streitberger und Super-G-Olympiasieger und Lokalmatador Kjetil Jansrud gewonnen.

Samstag früh wurde ein Mini-Training vom Super-G-Start bis zum Russi-Sprung ausgetragen, womit auch das Rennen von etwas weiter oben gestartet werden konnte und sich die Fahrtzeit um 17 Sekunden erhöhte.

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