Viele Ausfälle

Mit Georg Streitberger und Joachim Puchner auf den Plätzen sieben und zehn landeten zwei weitere Österreicher in den Top-Ten.

Die restlichen "heißen Eisen" aus dem ÖSV-Team schieden mit Ausnahme von Max Franz (14.) geschlossen aus.

Neben Beaver-Creek-Sensationsmann Otmar Striedinger, Matthias Mayer und Hannes Reichelt scheiterte auch Klaus Kröll.

Kröll nach Sturz unverletzt

Der Steirer krachte im vom Nebel verschluckten oberen Streckenteil frontal in ein Tor und stürzte. Kröll kam aber mit leichten Abschürfungen im Gesicht und einem "Skidaumen" glimpflich davon.

"Mir ist es bei einer Welle zu weit gegangen und dann bin ich kerzengerade ins nächste Tor gefahren", berichtete Kröll, der aber für die Abfahrt Entwarnung gab.

"Mir geht es mit Ausnahme eines Skidaumens soweit gut, für die Abfahrt wird das kein Problem sein", meinte Kröll, dessen lädierte linke Schulter offenbar keine weiteren Schäden abbekam.

"Plan beinhart durchziehen"

"Man muss hier einfach clever sein und seinen Plan beinhart durchziehen. Und das habe ich gemacht", sagte der vor Selbstvertrauen strotzende Svindal nach dem 24. Weltcup-Sieg seiner Karriere.

Der Nachfolger von Lasse Kjus, Kjetil Andre Aamodt und Co. sorgte gleichzeitig für den 100. Triumph der norwegischen Herren.

Am Samstag will Svindal nun zum ersten Mal auch die Abfahrt in Gröden gewinnen.

"Aber ich bin hier sicher nicht unschlagbar. Gröden ist immer unberechenbar, deshalb kann auch morgen alles passieren", warnte Svindal vor den berühmten Wetterkapriolen im Grödnertal.

Im Gesamtweltcup baute der 30-Jährige seinen Vorsprung auf den Salzburger Titelverteidiger Marcel Hirscher auf 125 Punkte aus.

"Es sieht alles so einfach aus"

Die Konkurrenz gratulierte Svindal neidlos zum überlegenen Sieg.

"Bei Svindal sieht alles so einfach aus. Er macht nichts Spannendes, ist aber dank seiner Routine und Coolness einfach unglaublich schnell", staunte auch Baumann.

"Mit diesem Selbstvertrauen war dieses Rennen hier ein gefundenes Fressen für Svindal", meinte ÖSV-Sportdirektor Hans Pum nach dem Favoritensieg.

Genugtuung für Baumann

Für Baumann war es nicht nur das mit Abstand beste bisherige Saisonergebnis, sondern gleichzeitig auch eine Genugtuung.

Die Entscheidung der Trainer, Baumann in die Abfahrts-Quali zu schicken, hatte den 27-Jährigen doch ziemlich verärgert und sogar für eine eher schlaflose Nacht gesorgt.

Und die Tatsache, dass er beim jüngsten Super-G in Beaver Creek sogar zuschauen hatte lassen, lag Baumann ebenfalls noch ordentlich im Magen.

"Mit Racheakten habe ich es nicht so, aber das heute ist schon eine große Erleichterung für mich. Dass ich damit auch die Quali für die Abfahrt geschafft habe, macht es noch wertvoller", freute sich Baumann.

"Svindal teilt Watsch'n aus"

"Ein halber Meter zu viel Risiko", lautete hingegen das Resümee von Reichelt nach dem Ausfall.

"Bei mir will es derzeit einfach nicht so laufen. Es muss 'Klack' machen, dann geht es wieder", sagte Franz, der mit einem Blick Richtung Svindal meinte: "Der teilt derzeit ganz schöne Watsch'n aus."

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