"Ich finde es so witzig und unglaublich, dass es immer wieder am 28. Dezember funktioniert. Es ist überwältigend, dass es heute geklappt hat, ist das Schönste", sagte die 24-Jährige, die das Weihnachtsrennen vor zwei Jahren in Lienz und vorige Saison auf dem Semmering gewonnen hat.

Keine Gedanken an Gesamtweltcup

Im Gesamtweltcup ist Fenninger schon Zweite hinter Val d'Isere-Siegerin Tina Weirather (Samstag nur 17.), auf die Liechtensteinerin fehlen ihr nur zwölf Punkte. Dritte ist die Schweizerin Lara Gut, die Samstag im ersten Durchgang ausschied.

"An den Gesamtweltcup denke ich nicht. Wenn ich den nicht im Kopf habe, dann funktionierst", meinte Fenninger, die in dieser Saison in Speedbewerben bereits viermal auf das Podest gekommen war, auf dem ersten Sieg und fünften der Karriere aber noch wartete.

Schwierige Bedingungen

Nach dem Regen und Neuschneemengen der vergangenen Tage und den kalten Temperaturen in der Nacht hatten die Organisatoren eine harte Piste präpariert.

"Es war schon schwierig, die Piste war sehr hart, aber es war wirklich cool zum Fahren. Ich bin überrascht gewesen, dass es so gut ist", erzählte Fenninger. Weil die Hangbefahrung ausgefallen war, durften die Läuferinnen vor dem Rennen einmal runterrutschen.

"Ich habe versucht, das Gefühl auszupacken und alles aufzunehmen. Ich war sehr konzentriert."

Zettel ärgert Rang vier

Nach dem ersten Durchgang war Fenninger hinter Lindell-Vikarby und vor Zettel Zweite, ihre Teamkollegein rutschte im Finale vom Podest und wurde um dritten Mal in dieser Saison Vierte.

"Das ärgert mich heute wirklich sehr, jetzt kann ich nicht mehr drüber lachen. Ich habe nicht die richtige Mischung gefunden. Es gelingt mir noch nicht, zwei solide Läufe runterzubringen, in einem ist immer ein Fehler."

Über die Bedingungen freute sich Zettel aber: "Es war ein ziemlicher Kontrast gegenüber den letzten Rennen. Wir haben so etwas in der Vorbereitung nicht gehabt, weil der Fön dazwischengespielt hat. Aber wir lieben harte Wasserpisten", sagte sie.

ÖSV-Team enttäuscht

Ihre Teamkolleginnen schienen teilweise jedoch davon überrumpelt. Denn neben Zettel und Fenninger hatte es nur noch Eva-Maria Brem in den zweiten Durchgang geschafft, wurde 23.

Wieviel ihr das in Hinblick auf die Olympia-Qualifikation gebracht hat, bleibt abzuwarten. Ramona Siebenhofer (31.), Carmen Thalmann (36.), Rosina Schneeberger (37.), Stefanie Köhle (41.) und Elisabeth Görgl (43.) verpassten die Teilnahme am zweiten Durchgang, Michaela Kirchgasser schied aus, Andrea Fischbacher wurde disqualifiziert.

Fragezeichen wegen Olympia-Team

Mit Ausnahme von Zettel und Fenninger hat es in dieser Saison noch keine ÖSV-Läuferin in die Top 10 geschafft, die weiteren besten Ränge waren ein 13. durch Fischbacher, sowie 15. durch Brem und Siebenhofer.

Am konstantesten aus dem Pool der für Sotschi Hoffenden war Brem. Groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Startplatz auch an eine Läuferin geht, die in anderen Bewerben am Start ist, was für Kirchgasser und auch Görgl spricht.

"Es muss eh passieren, wenn nur noch eine Chance ist und es sind sieben Dirndln, dann muss ein gutes Resultat her. Und wenn es knapp hergeht, dann wird es einen Trainerentscheid geben oder eine Qualifikation", hatte Kirchgasser vor Lienz gesagt.

Keine der Damen wusste es jedoch, die Chance wirklich zu nützen. "Natürlich würde ich gerne in drei Disziplinen starten, kein Thema", sagte Kirchgasser, für die es im Slalom gut aussieht und die in der Super-Kombi als Fixstarterin gilt.

Shiffrin in Lienz wieder am Podest

Stark fuhr Shiffrin, die vor zwei Jahren im Lienz-Slalom das erste Mal in ihrer Karriere auf das Podest gekommen war, aber auch die Italienerinnen. Sieben waren im Finale mit dabei, alle kamen in die Top 16, als beste war Nadia Fanchini Fünfte.

"Ich mag es hier in Lienz. Dass es im Slalom so gut läuft, hat mir auch für den Riesentorlauf sehr geholfen", sagte Shiffrin, die am Sonntag im Torlauf eine der Topfavoritinnen ist.

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