Und wieder grüßt das Murmeltier

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Vonn zieht mit Heimsieg mit Götschl gleich

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Heimsieg "schmecken" besonders gut. Das weiß nun auch Lindsey Vonn.

Die US-Amerikanerin hat allem Druck standgehalten und im Super G von Beaver Creek ihren ersten Heimsieg gefeiert.

Die 27-Jährige setzte sich vor der Schweizerin Fabienne Suter (+0,37 Sek.) sowie Anna Fenninger (+0,41) aus Österreich.

Mit ihrem 46. Weltcuperfolg, dem fünften in bisher sechs Saisonrennen, hat sich Vonn damit auf Platz drei der ewigen Bestenliste katapultiert.

"Wirklich Wahnsinn"

"Es ist wirklich Wahnsinn, zu Hause so einen Lauf zu haben", gab sich Vonn nach ihrem ersten Heimtriumph fassungslos.

Gut 8.000 Fans hatten mitten unter der Woche zu Teil zwei von "The Sequel" den beschwerlichen Weg ins Zielstadion der Raubvogelpiste auf sich genommen, um das "Home-Town-Girl" aus dem benachbarten Vail anzufeuern.

Und Lindsey enttäuschte ihre Fans bei perfektem Winterwetter nicht.

Von Top-Start überrascht

Nach ihrem historischen Riesentorlauf-Erfolg (42. Sieg) in Sölden sowie dem Speed-Triple vergangene Woche in Lake Louise (43 bis 45) holte sich Vonn damit auch den historischen Sieg auf der Herrenpiste in Beaver Creek.

"Dass mich so viele Menschen unterstützt haben, ist ein Traum", freute sich Von.

"Ich hätte nie gedacht, dass ich in dieser kurzen Zeit so viele Rennen gewinnen kann", gab sich die Abfahrts-Olympiasiegerin, die im Sommer wieder viel mit den Herren trainiert hat, euphorisch.

Rekorde sind wichtig

Dass sie mit ihrem 46. Triumph nun hinter Annemarie Moser-Pröll (62) und Vreni Scheider (55) gleichauf mit Renate Götschl auf Platz drei liegt sowie im Super-G nur noch noch einen Sieg hinter der führenden Götschl ist, sei höchst erfreulich.

"Geschichte im Skisport ist sehr, sehr wichtig für mich. Ich hoffe aber, dass ich noch mehrere Jahre fahren kann und irgendwann noch weiter vorne sein kann", erklärte Vonn, die für den Abend eine Party in ihrer Heimatstadt Vail ankündigte.

Fenninger ist begeistert

Wie schon zuletzt in Kanada (2. hinter Vonn) war Fenninger auch in Beaver Ceek beste ÖSV-Fahrerin.

"Das war voll cool, der Kurs war total zum Angasen und hat mir richtig getaugt", sagte die Salzburgerin, die bei der zweiten Zwischenzeit noch vor Vonn gelegen war.

"Vielleicht hat Lindsey unten wie schon so oft ein bisserl mehr Speed mitgenommen. Aber mein Resümee ist gut, im Super-G bin ich echt schon gut drauf", gab sich die junge Kombi-Weltmeisterin zufrieden.

Görgl hadert mit Abstimmung

Während auch Olympiasiegerin Fischbacher  ("Der Platz ist okay, die Richtung stimmt") mit Rang fünf zufrieden sein durfte, kam Speed-Doppelweltmeisterin Elisabeth Görgl über Platz zehn nicht hinaus.

Die Steirerin kam wie befürchtet mit dem Schnee nicht zurecht, obwohl die "elastische" Piste über Nacht noch einmal angezogen hatte und sich deutlich härter präsentierte.

"Für mich ist es von der Abstimmung her zäh. Ich fahre einen harten Schuh, das macht es auf dem Schnee noch schwieriger", erklärte Görgl.

Schuh als Erfolgsgeheimnis?

Die Schuhe dürften auch bei Vonn ein aktuelles Erfolgsgeheimnis zu sein.

Denn seit der Trennung von Ehemann und Coach Thomas arbeitet Vonn auch im Schuhbereich wieder enger mit ihrem Ausrüster zusammen.

"Wir konnten viel mit Lindsey arbeiten und vor allem im Schuhbereich haben wir jetzt den Einfluss, den wir wollten. Das macht den Unterschied aus, dass sie jetzt noch ein Stück stärker ist", erklärte Head-Rennchef Rainer Salzgeber.

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