Top-Abfahrt bringt Baumann den Kombi-Sieg

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Romed Baumann würde der vom Aussterben bedrohten Super-Kombination mit Sicherheit eine Träne nachweinen.

Der Tiroler feierte am Sonntag in Chamonix auch den zweiten Weltcup-Sieg seiner Karriere in dieser Disziplin. Baumann legte die Basis für Platz eins mit einer sensationellen Abfahrt, in der er die Konkurrenz deklassierte.

Im Slalom brachte der 26-Jährige seine Führung souverän ins Ziel, der zweitplatzierte Franzose Alexis Pinturault hatte 1,10 Sekunden Rückstand, der Schweizer Beat Feuz wurde Dritter (1,19).

Mit "sensationeller" Abfahrt zum Sieg

Baumann hat am Fuße des Mont Blanc bei zweistelligen Minusgraden ein starkes Rennwochenende hingelegt.

In den Abfahrten belegte der Allrounder die Plätze 4 und 2, am Sonntag folgte nun sein erster Weltcup-Triumph seit der Super-Kombi am 22. Februar 2009 in Sestriere.

"Die Abfahrt war sensationell. Am Ende ist es nicht einmal knapp geworden, es ist einfach nur geil", meinte Baumann, dem am Samstag der Kanadier Jan Hudec den ersten Abfahrtssieg noch wegschnappt hatte.

"Vorsprung hat mich nicht interessiert"

Vor dem Start in den Slalom verzettelte sich Baumann nicht in Rechnereien.

"Mich hat der Vorsprung nicht interessiert. Ich wollte einfach einen sauberen Slalom ohne großen Fehler fahren. Es ist genau das aufgegangen, was ich mir vorgenommen habe", sagte Baumann.

Der Hochfilzener sorgte für den ersten Kombi-Podestplatz der ÖSV-Herren in diesem Winter und verhinderte einen Heimsieg.

Denn Pinturault nützte nach Rang 27 in der Abfahrt die gute Slalom-Startnummer perfekt aus und katapultierte sich mit Laufbestzeit noch auf Rang zwei.

Top-Favorit geschlagen

Ivica Kostelic kam nach seinen Kombi-Siegen in Wengen und Kitzbühel diesmal nicht über Rang sieben hinaus.

"Das war sicher unter meinem Niveau. Aber das Leben geht weiter, es kommen wieder neue Rennen", erklärte der Kroate, der ein Monsterprogramm absolviert und gestand, bereits ein wenig müde zu sein.

Im Gesamt-Weltcup liegt der Titelverteidiger weiter klar voran, Kostelic führt mit 941 Punkten vor dem Salzburger Marcel Hirscher (825) und Feuz (793).

Schlechte Abfahrt, verpatzter Slalom

Kein gutes Wochenende erwischte Benjamin Raich. Nach seinem Abfahrtssturz am Samstag ging der Tiroler von einer Untermprellung gehandicapt in den Kombi-Bewerb.

Dort fuhr er in der Abfahrt knapp an den besten 30 vorbei (Platz 33) und hatte damit dann auch im Slalom mit einer schlechten Startnummer zu kämpfen.

"Es kommt dann halt alles zusammen. Aber die Leistung in der Abfahrt war einfach zu wenig", sagte Raich, der 22. wurde.

Die Prellung behinderte Raich vor allem im Slalom. "Da hat es schon wehgetan", meinte der 33-Jährige nach zahlreichen Kontakten mit den Kippstangen.

Kampf um Kombi-Kugel

Der Weltcup-Tross übersiedelt nun Richtung Sotschi, im russischen Olympia-Ort 2014 stehen eine Abfahrt (Samstag) und die letzte Super-Kombination der Saison (Sonntag) auf dem Programm.

In der Super-Kombi steht eine spannende Entscheidung um die Kristallkugel bevor, denn Kostelic führt vor dem "Finale" mit 236 Punkten nur 16 Zähler vor Feuz, theoretische Chancen hat auch noch Baumann (145).

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