Hirscher komplettiert Sammlung

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Hirscher macht Podestplatz-Sammlung komplett

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1 - 2 - 3. Marcel Hirscher ist auch in seinem dritten Rennen der "Mini-WM" in Beaver Creek auf das Podest gefahren.

Der Salzburger musste sich aber trotz Halbzeitführung im abschließenden Slalom hinter dem Kroaten Ivica Kostelic und dem Itaiener Cristian Deville mit Platz drei begnügen.

Der 22-Jährige war dennoch der erfolgreichste Athlet in Beaver Creek.

Erfolgreichster Läufer in Beaver Creek

Mit den Plätzen eins, zwei und drei sammelte der Salzburger nicht nur die meisten Weltcuppunkte (240), sondern mit 72.000 Franken (58.191 Euro) auch das meiste Preisgeld.

"Das passt perfekt", gab sich der nach Lauf eins noch 14 Hundertstel vor Deville führende Hirscher überhaupt nicht enttäuscht.

"Kann mir nicht viel vorwerfen"

"Sicher hätte ich lieber gewonnen. Aber ich bin gut gefahren, und kann mir nicht viel vorwerfen, denn ich greife nun mal lieber an als zu verteidigen", erklärte er.

Die drei Podestplätze seien ein Traum, sagte Hirscher, der schon nach seiner Halbzeitführung den Tag als "gelungen" bezeichnet hatte.

"Es ist ein Supertag"

Erst vor einem Jahr hatte der dreifache Junioren-Weltmeister in Val d'Isere seinen ersten Slalom gewonnen.

Nach dem Kahnbeinbruch im vergangenen Februar hatte er vergangenen Sonntag in Colorado schon im zweiten Rennen nach dem Comeback wieder im Riesentorlauf gesiegt.

"Das Selbstvertrauen passt also bei mir, das ist insgesamt eine Supergeschichte", sagte Hirscher.

"Ich weiß nun, dass ich in beiden Disziplinen vorne mit dabei bin. Es ist ein Supertag."

Versöhnung mit Beaver Creek

Für Gesamt-Weltcupsieger Kostelic war der 19. Weltcupsieg ein besonderer.

"Ich habe mich hier schon zweimal schwer verletzt, diese Piste hat mein Herz gebrochen", erklärte der Kroate, der wegen einer Operation im Frühjahr viel Trainingsrückstand hat.

"Ich bin noch nicht in Form, habe mir nichts erwartet", verblüffte er.

Pranger gibt Lebenszeichen

Während neben Weltmeister Jean-Baptiste Grange (FRA), dem starken US-Amerikaner Will Brandenburg auch Reinfried Herbst ("Besser schnell und ausgeschieden als 20.") und Rainer Schönfelder (nach nur vier Toren) schon im ersten Durchgang scheiterten, gab Manfred Pranger als Neunter ein Lebenszeichen.

Der Ex-Weltmeister aus Tirol war erst im letzten Moment in die USA angereist, weil er zu Hause Material getestet und mit neuen Skischuhen angetreten war.

Kraft fehlt

"Über Platz neun darf ich nicht jammern. Mir hat im zweiten Lauf wegen der kurzfristigen Anreise zudem etwas die Kraft gefehlt", erklärte Pranger.

Hirschers Rückfall sei nachvollziehbar. "Er ist hier ein brutales Programm gefahren und trotzdem heute Dritter geworden."

Hörl setzt Trainingsleistung um

Wolfgang Hörl egalisierte als Zwölfter seine bisher beste Weltcup-Platzierung und bestätigte damit die Vorschusslorbeeren.

"Ich mache aber immer noch zu viele Fehler", klagte der Salzburger, der im Finale die zweitschnellste Zeit hinlegte. Mitfavorit Mario Matt kam über Platz 18, Benjamin Raich über Rang 25 nicht hinaus.

"Im ersten Durchgang habe ich mich im Flachen eingeparkt, ich bin insgesamt mit den eigenartigen Verhältnissen hier nicht zurechtgekommen", erklärte Doppelweltmeister Matt.

Überraschungen im Spitzenfeld

Für die Überraschungen des Tages sorgten Cristian Deville und Nolan Kasper.

Der Italiener schaffte es im Alter von 31 Jahren als Zweiter erstmals auf das Sieger-Podest

Vom Kranknhaus in die Weltspitze

Slalom-Europacupsieger Nolan war nach einer Hüftoperation im September krank an den Start gegangen.

36 Stunden vorher war Kasper mit einer Viruserkrankung noch im Krankenhaus gelegen. Am Renntag war er aber voll da und jubelte ausgelassen über Rang vier.

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