Triumph für Ligety - Hirscher "best of the rest"

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Ted Ligety demonstriert seine Vormachtstellung im Riesentorlauf auch in Beaver Creek.

Fünf Wochen nach seinem Gigantensieg von Sölden gewann der US-Weltmeister am Sonntag auch sein Heimrennen.

Hirscher auf Rang zwei

Diesmal aber "nur" noch mit 1,76 Vorsprung und das erfreulicher Weise auf Marcel Hirscher. Der Österreicher verwies den Italiener Davide Simonelli auf Platz drei.

Für Ligety war es der 13. Weltcupsieg, Österreichs Herren beendeten die Nordamerika-Tournee erstmals seit 2009 sieglos.

"Nicht gerade motivierend"

Hirscher war schon nach Lauf eins auf Rang zwei gelegen, fabrizierte aber wie einige seiner ÖSV-Kollegen im Finale einige grobe Fehler.

"Erster wäre ich sowieso nicht geworden. So gesehen ist das also egal", sagte Hirscher schulterzuckend. In Sölden war es als Dritter noch 3,12 Sekunden hinter Ligety gewesen, so gesehen hat er den Rückstand fast halbiert.

"Seine Überlegenheit ist nicht gerade motivierend", sprach der Weltcup-Titelverteidiger die erneut unfassbare Vorstellung Ligetys, der wie Vorläuferin Mikaela Shiffrin von gut 8.000 Fans angefeuert wurde, an.

Schörghofer vergibt Top-10-Platz

Auch Philipp Schörghofer, Hannes Reichelt und Benjamin Raich streuten im zweiten Lauf grobe Fehler ein.

Schörghofer rammte ein Tor und war nach seinem Rückfall vom 6. auf den 19. Platz zwar enttäuscht, aber auch froh, gesund im Ziel zu sein.

"Das war ein irrer Schock", gestand der Salzburger mit Striemen am Hals.

Reichelt freut sich auf Heimkehr

Bei "Marathonmann" Reichelt war nachvollziehbar, dass alleine wegen dessen Monster-Programms auf 3.000 m und einiger Krankheiten nicht mehr viel ging.

"Jetzt bin ich nur noch froh, nach Hause zu kommen", sagte Reichelt, der im Super-G Dritter geworden war und im RTL von acht auf elf zurückfiel.

Raich stürzte nach einem kapitalen Steher sogar von Platz 9 auf 30 ab. "Das war nicht das Gelbe vom Ei", zog der Tiroler Bilanz einer für ihn ernüchternden Nordamerika-Tournee.

Nösig mit Karriere-High

Neben Hirscher "Mann des Tages" aus ÖSV-Sicht war Christoph Nösig.

Der Tiroler, der nach der vergangenen Saison die Kaderzugehörigkeit verloren hatte und sich auf Einladung seines Vertrauenstrauners Tom Trinker mit dem Damen-Europacupkader auf eigene Kosten in Zermatt vorbereiten musste, raste mit Laufbestzeit noch auf Platz zehn.

Damit kassierte der 27-Jährige dank seiner besten Weltcup-Platzierung (bisher 14.) sogar noch ein wenig Preisgeld.

Zurück im Weltcup-Team

"Für Sölden musste ich mich sogar noch qualifizieren, der Druck dort war enorm", atmete Nösig auf. Nun gehört er wieder fix dem Weltcup-Team an.

Die größte Freude hatte er aber damit, im Finale als einziger sogar 0,25 Sekunden schneller gewesen zu sein als Überflieger Ligety.

"Die Piste ist wegen des Warmwetters aber schnell rippig geworden, bei mir war sie noch eine Autobahn", blieb Nösig bescheiden.

"Verrückter Tag"

Sieger Ligety sprach von einem "verrückten Tag".

"Es war nicht einfach. Der Schnee ist irre aber es sieht so aus, als ob ich mich daran gewöhne" sagte der überlegene Branchenleader.

Ob dies der beste Ligety aller Zeiten sei, wurde er gefragt. "Ja, das ist möglich", lautete seine Antwort.

Svindal als Gesamtweltcup-Leader

Mit Platz sechs beendete Aksel Lund Svindal seine starke Nordamerika Tournee.

Dazu zwei Siege (Kanada) und zwei zweite Plätze (Beaver Creek) in den vier Speedrennen machen den Norweger nach sieben Rennen mit 400 Punkten zum überlegen Weltcup-Führenden vor Ligety (320) und Hirscher (220).

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