Svindal rast in Favoritenrolle: "Ich mag die Streif!"

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Was Marcel Hirscher in den technischen, ist Aksel Svindal in den schnellen Disziplinen.

Der Norweger liegt im Abfahrts- und Super-G-Weltcup in Führung.

Dass er mit der Favoritenrolle auch in Kitzbühel kein Problem hat, stellte Svindal mit Bestzeiten in den ersten beiden Trainings eindrucksvoll unter Beweis.

„Ich mag die Streif sehr gerne“, lacht der 30-Jährige, der in seiner Karriere in Kitzbühel bereits vier Mal am Stockerl stand.

Je zwei Mal im Super-G und in der klassischen Hahnenkamm-Kombination, in der Abfahrt hat er als bestes Ergebnis einen 5. Platz von 2010 in der persönlichen Statistik stehen.

Fußstapfen von Cuche passen

Im letzten Speed-Test vor der Ski-Weltmeisterschaft in Schladming rechnet sich der erste Herausforderer von Hirscher im Kampf um den Gesamt-Weltcup im Super-G die besseren Chancen aus.

„Das ist mir die liebste Disziplin, da bin ich noch ein bisschen besser drauf als in der Abfahrt“, erklärt Svindal, um dann aber doch eine Kampfansage an die Konkurrenz zu schicken.

„Hier in Kitzbühel dreht sich alles um die Abfahrt. Wenn du auf der Streif gewinnst, bist du eine Legende!“

Gerne möchte er in die Fußstapfen von Didier Cuche treten. „Klar habe ich Lust darauf, aber sollte es nicht klappen, wäre es auch kein Problem. Es ist ja hoffentlich nicht mein letzter Start hier in Kitzbühel.“

Oben unruhig, unten perfekt

Natürlich hat auch Svindal den Wetterbericht aufmerksam gelesen. „Die Bedingungen sind sehr gut, deshalb wird es kein Startnummern-Rennen.“

Und was gibt es zur Piste zu sagen? „Oben ist es sehr schwierig zu fahren, da ist es eisig und sehr unruhig. Aber unten passt es perfekt.“

Wenngleich der schnelle Norweger mit der Traverse noch (immer) nicht ganz warm geworden ist. „Noch sind wir keine Freunde!“

Ruhetag oder Training?

Ob er auch das dritte Training am Donnerstag fahren wird, lässt sich der Freund von US-Rennläuferin Julia Mancuso offen.

„Vielleicht bin ich schon genug gefahren. Aber wenn du im Hotelzimmer liegst und die anderen trainieren, bist du mit dem Kopf auch auf der Strecke. Mit einem Ruhetag hat das dann nichts mehr zu tun.“

Am liebsten wäre es ihm deshalb, dass die FIS eine Entscheidung trifft, ob das dritte Training überhaupt gefahren wird. „Dann muss ich mir nicht den Kopf darüber zerbrechen.“

Slalom ist kein Thema

Sehr wohl aber über das Duell um die große Kristallkugel. 188 Punkte beträgt Svindals Rückstand auf Hirscher.

Wie schon in Wengen wird er sich auch in Kitzbühel durch den Slalom „quälen“, um zumindest ein paar Pünktchen mitzunehmen.

Ansonsten ist der Tanz durch den Stangenwald für Svindal seit seinem Horror-Sturz 2007 aber kein Thema mehr. „Die Dichte ist unglaublich hoch, da hast du als Allrounder keine Chance mehr.“

Mit der Spezialisierung auf die schnellen Disziplinen ist er in den letzten Jahren aber auch nicht schlecht gefahren …

 

Stephan Schwabl

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