Rot-weiß-roter Debütantenball auf der Streif

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"Erfahrung ist schon gut, aber überbewerten darf man sie auch nicht."

Der Satz von Michael Walchhofer bei "Sport & Talk" muss dem ÖSV-Team Mut machen. Denn Erfahrung ist im aktuellen Abfahrts-Aufgebot für Kitzbühel rar gesät.

Vor allem, was Renn-Teilnahmen auf der berühmt-berüchtigen Streif betrifft. Im zwölfköpfigen Team stehen gleich sechs Debütanten.

Einzig Klaus Kröll hat mehr als vier Abfahrts-Start in Kitzbühel zu Buche stehen.

Die ÖSV-Starter mit Streif-Erfahrung:

Kröll ist zwar der erfahrenste ÖSV-Abfahrer in Kitzbühel, der erfolgreichste ist allerdings Mario Scheiber.

Dabei war der Ost-Tiroler erst drei Mal in einer Hahnenkamm-Abfahrt am Start. Allerdings schaffte er es immer in die Top-4. Bei seinem Debüt schaffte es der 28-Jährige als Zweiter sogar aufs Podest.

Von Podestplätzen weit entfernt waren bisher Romed Baumann, Hannes Reichelt, Georg Streitberger und Joachim Puchner.

Die Streif-Debütanten:

2011

2010

2009

2008

2006

2004

2003

2002

Klaus Kröll

9.

27.

3.

16.

19.

19./20.

11.

8.

Hannes Reichelt

19.

43.

18.

Mario Scheiber

4.

4.

2.

Romed Baumann

10.

12.

18.

37.

Georg Streitberger

11.

22.

31.

31.

Joachim Puchner

Out

42.

39.

Tipps vom Mentor

Die Jungspunde dürfen in Kitzbühel wieder auf die Tipps von Mentor Michael Walchhofer bauen.

Der Kitzbühel-Sieger von 2006 beschreibt seine Rolle bei "Sport & Talk" bescheiden: "Es ist keine übertrieben große Sache, sondern nur ein kleiner Baustein vom Ganzen.  Im Grunde geht’s natürlich von der Früh bis zum Abend, angefangen von der Besichtigung, dass man sich auch das Video anschaut. Ich steh zuerst auf der Position und besichtige dann mit den Jungen runter."

"Drei Kriterien reichen nicht"

Auf die Frage, welche drei Kriterien er den Jungen für die Streif-Premiere mitgeben wird, anwortet der Salzburger: "Drei (Kriterien) reichen eigentlich nicht. Steilhang-Einfahrt, Mausefalle, das schaut extrem brutal aus, ist es aber nicht. Man muss nur ein paar Sachen darüber wissen.

Dann gibt es aber auch wieder Passagen, die man leicht unterschätzt: "Beim Zielsprung denkt man sich ‚da ist doch gar nichts’, aber der kann tückisch sein, wenn du hinten drauf bist und 135, 140 km/h drauf hast. (…) Das sind kleine Hinweise und da kann man dann vielleicht schon ein bissl was erreichen."

Walchhofer sieht Potential

Potential bei den Jungen sei jedenfalls vorhanden: "Es gibt ein paar in der Mannschaft, die das Zeug dazu haben, nicht nur einmal eine Abfahrt zu gewinnen, sondern den Abfahrts-Weltcup in Zukunft öfters nach Österreich zu holen."

Um dieses Ziel zu erreichen, dann müsse man dem sehr viel unterordnen: "Wenn man Spitzensportler ist muss man schon wirklich professionell herangehen und da müssen sie oft vielleicht noch die Hürde dazu nehmen."

Die Tipps vom dreifachen Kristallkugel-Gewinner in der Abfahrt sollen dabei weiterhelfen.

Philipp Bachtik

Alter

Abfahrts-Starts

Beste Platzierung

Max Franz

22

10

18.

Manuel Kramer

22

6

31.

Matthias Mayer

21

5

36.

Johannes Kröll

20

4

32.

Markus Dürager

21

1

50.

Florian Scheiber

24

1

57.

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