Super-Kombi statt Hahnenkamm-Kombi

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Kitzbühel wird nach langen Diskussionen im kommenden Winter eine Super-Kombination anstelle der bisherigen Hahnenkamm-Kombi im Programm des alpinen Ski-Weltcups haben.

Das wurde nach übereinstimmender Auskunft mehrerer Teilnehmer bei der Kalenderkonferenz des Internationalen Skiverbandes (FIS) vergangene Woche in Dubrovnik ausgehandelt.

Die Letztentscheidung hatte allerdings der Vorstand am Montag. Den City-Event in Moskau wird es nicht mehr geben.

"Testweise" Durchführung

Die Abkehr von der traditionellen Hahnenkamm-Kombination (Abfahrt am Samstag und Spezialslalom am Sonntag) zugunsten einer Super-Kombination scheiterte seit Jahren am Widerstand des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV).

In Dubrovnik hat sich ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel letztlich aber doch durchgerungen, der "testweisen" Durchführung einer Super-Kombination für 2014 in einer Sonderform zuzustimmen.

Während Wengen weiter einen eigenen Superkombi-Bewerb erlebt, wird in Kitzbühel am Nachmittag des Spezial-Super-G's am Freitag (11.00 Uhr) ein Slalomdurchgang für Kombinierer auf dem Ganslernhang angehängt. Abfahrt (Samstag) und Spezialslalom (Sonntag) finden wie gewohnt statt.

Kontrovers

Damit würde es in Kitzbühel weiterhin innerhalb von drei Tagen vier Mal volle Weltcup-Punkte geben. Die Kitzbüheler waren stets dafür gewesen, eine offizielle, aber auch gefahrene und sportlich hochwertige Kombination während der Hahnenkamm-Rennen zu erhalten.

Haupt-Verfechter der "alten" Traditions-Kombi war stets der Kroate Ivica Kostelic gewesen, in Dubrovnik sprach sich auch dessen Vater Ante weiterhin vehement dafür aus.

Anstelle von Moskau könnte es anlässlich 50 Jahre Olympia 1963 einen City- oder Teambewerb in Innsbruck geben. Vorerst stand aber offenbar weder das Format noch ein Termin fest, nachdem ein Zeitpunkt vor Olympia in Sotschi als äußerst ungünstig bezeichnet wurde.

Erstmals in HD

Schon länger steht fest, dass mit Michael Kögler ein Österreicher der verantwortlicher TV-Direktor der Alpinski-Weltmeisterschaften 2015 in Vail und Beaver Creek im US-Bundesstaat Colorado sein wird. Der erfahrene ORF-Mann wird mit einer zumindest 200 Personen starken Crew für die Europäische Broadcasting Union (EBU) die Fernseh-Bilder sämtlicher Rennen für die TV-Stationen produzieren.

Die Aufgabe ist wegen der in Nordamerika üblichen Hubschrauber-Flugbeschränkungen eine große Herausforderung, zudem werden bei der "Generalprobe" im kommenden Dezember nicht alle Bewerbe in Beaver Creek getestet werden können. Ziel ist dennoch, ähnlich spektakuläre Bilder wie zuletzt bei der WM in Schladming zu liefern. Erstmals wird eine Alpinski-WM in HD übertragen.

Die Zeichen für Vail/Beaver Creek stehen jedenfalls günstig. Die Rennen finden zur Prime-Time in Europa statt. Die USA waren in Schladming die erfolgreichste Teilnehmernation, zudem sorgt die Beziehung von Olympiasiegerin Lindsey Vonn mit Golfstar Tiger Woods weltweit für Aufmerksamkeit. NBC wird landesweit und live übertragen.

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