Rückkehr mit "gesunder Wehmut"

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Cuche verspürt bei Kitz-Rückkehr "gesunde Wehmut"

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Wenn man fünf Abfahrten und einen Super-G in Kitzbühel gewinnt und der letzte Erfolg erst ein Jahr zurückliegt, kann man das Pensionisten-Dasein beim ersten Streif-Besuch nicht richtig genießen.

"Es ist ein komisches Gefühl, es kommen viele Emotionen hoch. Aber es ist gut, wieder hier zu sein. Ich würde sagen, ich verspüre eine gesunde Wehmut", sagte der Schweizer Didier Cuche.

Sein Karriereende machte den Weg zu einem neuen Gesicht am obersten Abfahrtspodest frei.

Rückkehr als Vorläufer?

Am liebsten würde er ja selber dabei sein, und einen Platz unter den ersten dreißig würde er wohl erringen, merkte Cuche an. Und schloss nicht aus, einmal als Vorläufer zurückzukehren.

"Es war im Scherz gesagt, aber man weiß nie", merkte der 38-Jährige an. So habe es heuer ja auch der US-Amerikaner Daron Rahlves gemacht.

Und auch der Liechtensteiner Marco Büchel bekommt vom Hahnenkamm ebenfalls nicht genug und macht den Kamerafahrer.

"Da kommen alle Gefühle wieder hoch"

"Wenn du am Hausberg stehst, dann denkst du daran, was du hier in der Vergangenheit gemacht hast. Da kommen alle Gefühle wieder hoch", sagte Cuche, der für den Schweizer Skiverband eine Beraterrolle übernommen hat und sich um die Europacup-Fahrer kümmert.

Bei den Ski-Weltmeisterschaften in Schladming wird er übrigens Dauergast sein, er arbeitet für den Fernsehsender Eurosport.

"Das ist eine neue, interessante Herausforderung. Ich hoffe, ich werde mich gut schlagen."

Cuches Favoriten-Tipps

Favoriten auf den Abfahrtsieg in Kitzbühel sind für ihn die Norweger Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud sowie die Österreicher Klaus Kröll und Hannes Reichelt.

"Aksel ist der, den es zu schlagen gilt. Das Training gibt ihm Selbstvertrauen. Die letzten fünf Abfahrten hier sind von Schweizern gewonnen worden, natürlich hoffe ich, dass das wieder passiert. Aber diejenigen, die mit dem vollen Vertrauen hier fahren, werden nur schwer zu schlagen sein", weiß Cuche.

Bormio war "krass"

Wenn es für ihn möglich ist, verfolgt er die Rennen im Fernsehen mit, am verrücktesten fand er den Hundertstelkrimi in Bormio.

"Wenn du 2/100 Sekunden hinten bist, denkt jeder, du bist Zweiter. In Bormio warst du damit aber Vierter. Das ist krass. Das zeigt aber auch das Niveau des Sports. Es wird weiter in diese Richtung gehen. Jedes Detail ist wichtig."

Eindrucksvoll findet er auch den Auftritt der 17-jährigen Mikaela Shiffrin im Slalom. "Die fährt frech."

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