"Hirscher ist der Favorit"

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"Ich versuche, sehr wenig darüber nachzudenken"

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Kjetil Jansrud hat es wieder getan.

Auch im sechsten Speed-Rennen der Saison, dem Super-G in Gröden, landet der Norweger als Sieger auf dem Podest. Seine Bilanz: Sechs Speedrennen, sechs Podiumsplätze, vier Siege.

"Ich mache eigentlich nicht viel anders als in den Jahren davor. Es sind kleine Details, die mich derzeit schnell machen", kann er sich seine aktuelle Hochform selbst nicht erklären.

Manchmal sei es besser, den Kopf auszuschalten: "Ich versuche, sehr wenig darüber nachzudenken. Aber wenn ich darüber nachdenke, dann fühlt sich das Ganze wirklich sehr verrückt an."

Mit dem Erfolg zieht er auch im Gesamtweltcup davon und liegt nun schon 152 Punkte vor Marcel Hirscher.

Warum er denkt, dass der Salzburger dennoch als Führender in die Weihnachtspause geht, er sich manchmal als Passagier fühlt, wie er sich im Riesentorlauf einschätzt, und wie er die Feiertage verbringt, erzählt er im Interview:

 

Frage: Wie erklären Sie sich Ihre aktuelle Hochform?

Kjetil Jansrud: Ich versuche, sehr wenig darüber nachzudenken. Aber wenn ich darüber nachdenke, dann fühlt sich das Ganze wirklich sehr verrückt an. Meine Konstanz ist wirklich unglaublich. Ich mache eigentlich nicht viel anders als in den Jahren davor. Es sind kleine Details, die mich derzeit schnell machen.

Frage: Haben Sie selbst einen derartigen Erfolgslauf für möglich gehalten?

Jansrud: Als es in Nordamerika zu Saisonbeginn so gut gelaufen ist, war ich gespannt, wie es dann in Europa weitergehen wird. Denn ich weiß, dass die Saison erst in Europa so richtig losgeht. Jetzt ist die Erleichterung groß, dass ich weiterhin vorne dabei bin.

Jansrud: Mit jedem Sieg steigt natürlich die Chance. Aber ich denke, dass Hirscher der Favorit ist, da es mehr Technik- als Speed-Rennen gibt. Wenn ich mit ihm mithalten will, werde ich weiterhin extrem schnell sein müssen. Derzeit führe ich mit 150 Punkten Vorsprung, nach Madonna bin ich wahrscheinlich wieder 50 Punkte hinten (lacht). So wie es aussieht, wird es einen spannenden Kampf geben.

Frage: Wie werden Sie Weihnachten verbringen?

Jansrud: Nach dem Riesentorlauf in Alta Badia fliege ich nach Hause und fahre zu meinen Eltern in die Nähe von Lillehammer. Dort bin ich dann für 24 Stunden, ehe es weiter nach Santa Caterina geht. Es ist derzeit sehr stressig, aber es zwingt mich keiner dazu. Die Gefahr sich zu verletzen, ist aber natürlich größer, wenn man müde ist. Das Wichtigste ist, clever und gesund zu bleiben.

Frage: Wie fühlen Sie sich, wenn Sie derzeit auf Ihren Skiern stehen?

Jansrud: Ich denke beim Fahren nicht an meine vergangenen Siege oder meine Favoritenrolle, ich denke nur ans Attackieren. Manchmal fühle ich mich dabei fast wie ein Passagier. Ich stehe auf den Skiern, lasse sie laufen und bin schnell.

Frage: Am Sonntag wartet der Riesentorlauf in Alta Badia, wie geht es Ihnen derzeit im Riesentorlauf?

Jansrud: In meinem Herzen bin ich eigentlich ein Riesentorläufer. Ich wünsche mir sehr, dass es im Riesentorlauf wieder besser für mich läuft. Dadurch würden sich auch meine Chancen im Gesamt-Weltcup deutlich verbessern. Aber das wird nicht einfach und sehr zeitaufwendig.

Frage: Wie beurteilen Sie die aktuelle Lage im Duell um den Gesamt-Weltcup mit Marcel Hirscher?

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