"Alles auf eine Karte gesetzt"

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Hirscher: "Ich musste alles auf eine Karte setzen"

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Marcel Hirscher setzte in Zagreb seine eindrucksvolle Serie fort und schaffte es im neunten Technik-Rennen zum neunten Mal aufs Siegerpodest.

Und das eindrucksvoll - mit seinem zweiten Slalom-Sieg der Saison.

Der nun 15-fache Weltcupsieger im Interview:

Frage: Sie waren Halbzeitzweiter, die Bedingungen waren schwierig und der Schwede Andre Myhrer hatte im Finale vorgelegt. Wie haben Sie es angelegt?

Hirscher: "Heute war es sehr hart. Ich habe unmittelbar vor meinem Rennen den nahezu perfekten Lauf von Andre gesehen. Er war zu 99 Prozent perfekt. Ich wusste, ich muss eine Entscheidung treffen. Wenn ich aufs Podium will, muss ich 105 Prozent geben, alle Energie. Ich musste alles auf eine Karte setzen. Ich habe alle gegeben und alles gewonnen."

Frage: Wie fühlt es sich an, zum zweiten Mal den Thron in Zagreb bestiegen zu haben?

Hirscher: "Das bedeutet mir sehr viel, vor allem nach dem letzten Jahr. Aber nein, das ist eine andere Geschichte. (Kurze Pause). Aber ich wusste nicht, wie das kroatische Publikum reagiert. Es war wunderbar. Es hat Respekt vor allen Läufern. Es hat mich angefeuert, es hat keinen Unterschied zwischen einem Österreicher oder einem Kroaten gemacht. Die Leute haben eine große Freude mit dem Rennen und feiern eine große Party."

Frage: Reden wir also nicht über die letztjährige Einfädleraffäre, aber reden wir über Ihre Stabilität. Sie sind stets auf dem Podest, fädeln nie ein. Was haben Sie verändert?

Hirscher: "Einen Millimeter an den Schuhen. Aber nur einen Millimeter. Aber das ist ein Geheimnis."

Frage: Halten Sie es für möglich, dass Sie in jedem technischen Bewerb der Saison auf dem Podest zu stehen?

Hirscher: "Das ist unmöglich. Es wäre großartig, aber das wird nicht möglich sein. Aber wir werden sehen, ich werde es versuchen."

Frage: Sie sind Titelverteidiger im Gesamtweltcup. Was bedeutet es, dass Sie die Führung wieder übernommen haben?

Hirscher: "Ich will jetzt nicht davon reden, wir stehen mitten in der Saison. Es sind noch zwanzig Rennen, das sind noch 2.000 Punkte, die von jemanden gewonnen werden. Es bringt niemandem etwas, jetzt darüber zu diskutieren. Wenn ich Ende März führen würde, wäre das großartig. Aber jetzt ist Anfang Jänner. Das sind noch zweieinhalb Monate."

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