Hirscher rechnet: "Die 80 Punkte waren sehr wichtig!"

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Marcel Hirscher hat einmal mehr alles richtig gemacht!

Auch in Kranjska Gora schaffte es der Salzburger als Zweiter aufs Riesentorlauf-Stockerl - diese bekam er nur in Adelboden nicht aus nächster Nähe zu sehen.

Im Gesamt-Weltcup baute der 24-Jährige seinen Vorsprung auf Verfolger Aksel Svindal wieder auf 69 Punkte aus.

Fünf Rennen sind in diesem Winter noch zu fahren, am Sonntag steht am Podkoren ein Slalom (9:30/12:30 Uhr) auf dem Programm.

Nach der ersten Hälfte des Technik-Doppels in Slowenien nahm Marcel Hirscher Stellung und sprach über den Kampf um den Gesamt-Weltcup und mehr.

Frage: Weiche Piste, Regen - wie schwierig war es heute zu fahren?

Marcel Hirscher: Es war definitiv für alle von uns sehr schwierig. Die 80 Punkte sind sehr wichtig für mich, ich bin immer noch im Rennen um den Gesamt-Weltcup. Jetzt hoffe ich im Slalom morgen auf die big points.

Frage: Im Slalom-Weltcup haben Sie 184 Zähler mehr auf dem Konto als Ihr erster Verfolger Felix Neureuther, das Kristall liegt für Sie praktisch zum Abholen bereit.

Hirscher: Ich habe eine gute Chance und will sie nützen, aber erwarten darf man nie etwas im Slalom. Wenn ich zwei Mal ausscheide und Felix zweimal gewinnt, hat er die Kugel.

Frage: Die Läufe heute waren sehr unterschiedlich gesetzt. Der erste war von Ihrem Trainer ausgeflaggt. Sie waren als Vierter nicht zufrieden. Was war los?

Hirscher: Der Plan wäre ein guter gewesen, aber es kam relativ wenig vom Schnee zurück an Feeling, im zweiten war es wesentlich härter. Wenn einmal mehr Läufer drüber sind, kommt eine feste Ideallinie raus. Im ersten war das nicht. Für den zweiten Durchgang haben wir auch wegen der veränderten Kurssetzung was umgestellt am Ski. Das war gut.

Frage: Die Kurssetzung im ersten Lauf war eigentlich gegen Svindal gerichtet, der mischte mit Platz fünf aber vorne mit. Waren Sie überrascht?

Hirscher: Der Plan war gut. Wir haben angenommen, das wird eine größere Herausforderung für ihn sein. Aber das war ein falscher Gedanke.

Frage: Wann werden Sie Ihr Programm für die Finalwoche in Lenzerheide festlegen?

Hirscher: In Lenzerheide. Jetzt möchte ich morgen einmal hier abschließen und schauen, was ich reißen kann und ob ich was reiße. Wenn das ganz gut ausgeht, dann schaue ich mir mal die nächste Wochenplanung an.

Frage: Wie groß ist der Vorteil, den Sie sich heute rausgeholt haben?

Hirscher: Das weiß ich nicht. Momentan sind es 69 Punkte, das weiß ich. Aber wie die nächsten Rennen ausgehen, das weiß ich nicht. Wäre schön, wenn ich es wüsste, dann wüsste ich, ob ich den Super-G fahre oder überhaupt morgen den Slalom fahre (schmunzelt). Es ist sicherlich positiv, mehr Vorsprung ist besser als weniger. Größer-Kleiner-Rechnung.

Frage: Wie schwierig wird bei diesen Verhältnissen der Slalom am Sonntag werden?

Hirscher: Die Wandln werden tiefer. Aber wenn man gut arbeitet und gut pusht und ein gutes Team hat, kann man auf jeden Fall ein Rennen fahren. Dass die Stangen halten, ist wichtig. Ich gehe davon aus, dass morgen ein Rennen ist und freue mich drauf.

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