Görgl: 735 Tage waren genug!

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LAOLA1: Was ist dir durch den Kopf gegangen, als du im Ziel abgeschwungen bist und den Einser auf der Anzeigetafel gesehen hast?

Görgl: Das hat mir natürlich getaugt. Ich habe gewusst, dass es eine gute Fahrt war. Aber ich war schon überrascht, als ich den Einser auf der Anzeigetafel gesehen habe. Aber es ist doch schön, wenn man sich selbst auch überraschen kann.

LAOLA1: Damen-Chef Jürgen Kriechbaum war schon dein Trainer beim Gold-Doppelpack bei der Ski-Weltmeisterschaft in Garmisch. Welchen Anteil hat er an diesem Erfolg?

Görgl: Wir haben sicher einen guten Draht. Aber ich würde es nicht nur an ihm aufhängen. Das ganze Team arbeitet sehr, sehr gut. Es ist aber schon so, dass der Jürgen eine Weiterentwicklung und neue Inputs gebracht hat. Übrigens auch vor der Abfahrt.

LAOLA1: Nämlich?

Görgl: Wir haben in der Früh die Zielpassage noch einmal sehr genau besichtigt. Er hat mir gesagt, dass es eine wichtige Kurve ist und mir sehr gute Tipps gegeben. Das konnte ich umsetzen und sehr viel Zeit rausholen.

LAOLA1: Und mit dem Sieg viel Selbstvertrauen für die Olympischen Spiele in Sotschi tanken.

Görgl: Ich freue mich auf Sotschi. Olympische Spiele sind immer etwas ganz Besonderes. Für mich ist es eine Ehre, da dabei sein zu dürfen. Aber dabei sein ist natürlich nicht alles. Meine Einstellung zu Großereignissen hat sich nicht geändert: Mein Wunsch ist eine Medaille!

LAOLA1: Wie stehst du zu den Nebengeräuschen, die diese Olympischen Spiele mit sich bringen, Stichwort Terror, Kriminalität und Schwulenfeindlichkeit?

Görgl: Ganz ehrlich: Für mich steht der Sport im Vordergrund. Meine Gedanken drehen sich darum, dass alles fair und sicher abläuft. Sotschi ist Olympia für mich, da geht es nicht um politische Interessen sondern um den Sport.

 


Stephan Schwabl

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