"Das ist richtig geil!"

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Reichelt sorgt für ersten ÖSV-Abfahrtssieg der Saison

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Was lange währt, wird endlich gut.

Mit seinem Sieg am Lauberhorn sorgte Hannes Reichelt für den ersten Erfolg der ÖSV-Abfahrer in dieser Saison.

Reichelt mit perfektem Timing

Das Timing hätte nicht besser sein können, steht doch nächstes Wochenende die Streif in Kitzbühel auf dem Programm.

"Jetzt ist es wieder ruhig und wir können uns in Ruhe auf Kitzbühel vorbereiten", weiß auch der 34-jährige Salzburger, dass sein Sieg genau zur richtigen Zeit kam.

Apropos Timing: Die Tatsache, dass das Rennen in Wengen aufgrund der Wetterprognosen von Samstag auf Sonntag verschoben werden musste, spielte Reichelt in die Karten.

Dem Kitzbühel Sieger von 2014 machte nämlich eine Verkühlung das Leben schwer, der freie Samstag kam ihm also mehr als nur gelegen.

Die Folgen der Verkühlung spürte er dennoch: "Normalerweise bin ich immer erst bei Seilersboden (1.500 m Seehöhe, Anm.) müde gewesen, diesmal war's schon bei Langentreien (1.800 m Seehöhe, Anm.) so weit. Da hab ich die Beine schon gewaltig gespürt."

Weiters gibt er im Interview mit der APA zu Protokoll, das er froh ist nun endlich das Lauberhorn abhaken zu können und erklärt, wo er seiner Meinung nach das Rennen gewonnen hat:

Frage: Sie haben die Lauberhorn-Abfahrt vor drei Schweizern gewonnen. Fühlen Sie sich als Partycrasher?

Hannes Reichelt: Ein bisschen Angst hab ich schon, dass bei der Grenze 'Wanted'-Zetteln mit meinem Gesicht hängen und ich nicht ausreisen darf (lacht). Ich war hier in Wengen schon zweimal ein sehr höflicher Gast und Zweiter hinter einem Schweizer. Daher glaube ich, dass ich heute kein schlechtes Gewissen haben muss. Aber hoffentlich fällt die Schweizer Antwort bei uns daheim in Kitzbühel nicht zu wütend aus.

Frage: Zweimal Zweiter, einmal Dritter und jetzt Erster. Was macht Wengen für Sie so speziell?

Reichelt: Ich liebe das Lauberhorn einfach. Diese Abfahrt kommt in meinem persönlichen Ranking gleich nach Kitzbühel auf Rang zwei. Und es ist ein weiterer echter Klassiker, den ich nun nach Bormio und Kitzbühel auf meiner 'To-do-Liste' abhaken kann. Das ist richtig geil. Mein spezieller Dank gilt aber meiner Skifirma Salomon, die haben mir einen sensationellen neuen Ski angeschnallt.

Frage: Wie wichtig war dieser Sieg gerade vor dem Heimspiel in Kitzbühel

Reichelt: Die Diskussion, wann die Abfahrer endlich den ersten Saisonsieg holen, ist somit beendet. Das ist super für die gesamte Mannschaft. Jetzt ist es wieder ruhig und wir können uns in Ruhe auf Kitzbühel vorbereiten.

Frage: Sie hatten in der vergangenen Woche mit einer Verkühlung zu kämpfen. Wie stark hat Sie das beeinträchtigt?

Reichelt: Im ersten Training (am Dienstag, Anm.) hab ich's gespürt und mich danach ziemlich schlecht gefühlt. Ich hab dann Aspirin genommen, inhaliert und Ingwer-Tee getrunken. Trotzdem war ich heute im Rennen schon sehr früh am Limit. Normalerweise bin ich immer erst bei Seilersboden (1.500 m Seehöhe, Anm.) müde gewesen, diesmal war's schon bei Langentreien (1.800 m Seehöhe, Anm.) so weit. Da hab ich die Beine schon gewaltig gespürt.

Frage: Trotzdem hatten Sie offensichtlich noch genug Kraft, um mit einem sensationellen Ziel-S das Rennen für sich zu entscheiden.

Reichelt: Mir ist die Fahrt bis dahin eher fehleranfällig vorgekommen. Deshalb hab ich im Ziel-S alles riskiert. Ich habe mir gedacht: 'Wenn ich schon müde bin, dann gehe ich mit fliegenden Fahnen unter und nicht als Schwitzer.' Und es ist perfekt aufgegangen.

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