Für ÖSV-Duo soll das lange Warten ein Ende haben

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Nicole Hosp (29) und Kathrin Zettel (26) haben etwas gemeinsam.

Ihr jeweils letzter Weltcupsieg liegt lange zurück und war bei beiden der Slalom in Maribor. Hosp gewann im Jänner 2008, Zettel 2010.

Seitdem haben Verletzungen und andere Probleme die beiden Ski-Asse aus Tirol und Niederösterreich zurückgeworfen.

Beide haben aber auch schon in Aspen gewonnen, daher kommen der Slalom und Riesentorlauf am Wochenende in Colorado gerade recht.

Positive Erinnerungen

Zumindest für Zettel hat die Saison verheißungsvoll begonnen. Platz zwei im Riesentorlauf von Sölden machten im Rückblick auch das Aus im Levi-Slalom wegen einer verrutschten Brille vergessen.

"Aspen war mein erster Weltcup-Sieg, dort hatte ich immer Super-Ergebnisse. Da taugt es mir, da komme ich immer wieder gerne zurück", freute sich Zettel auf den steilen und anspruchsvollen Hang in den USA.

"Gegenüber Sölden noch zugelegt"

Und im Besonderen natürlich auf den Riesentorlauf. "Da habe ich gegenüber Sölden noch etwas zulegen können", warf sie Sölden-Siegerin Tina Maze in Colorado gleich einen Fehdehandschuh hin.

Zwar musste sie leicht erkrankt beim Training in Vail einen Tag auslassen, "von der Tendenz her bin ich im Riesentorlauf aber einen Tick stärker als im Slalom."

Dabei ist auch Zettel eine jener Läuferinnen, die neben Michaela Kirchgasser ("Die Michi fordert sie am meisten") der Slalom-Königin Marlies Schild im Training nähergekommen ist.

"Dass ich im Riesentorlauf wieder an die Weltklasse herangekommen bin, aber auch im Slalom Anschluss gefunden habe, macht mich stolz", so Zettel.

"So wie früher wird es nicht mehr"

Vergessen sind deshalb die rätselhaften Verletzungen und die schweren Stunden, die Zettel an den Rand eines Rücktrittes gebracht hatten, aber nicht.

"So schwere und harte Momente vergisst man nicht. Sie verschwimmen vielleicht, oder man sieht es mit Abstand auch etwas anders. Mittlerweile kann ich mich ja über gewisse Dinge amüsieren", strahlte Zettel Zuversicht aus.

"Die körperlichen Probleme sind nicht erledigt, aber derzeit ist alles Ordnung. So wie früher wird es aber wohl nicht mehr."

Harte Zeit nach Kristallkugel

Wie Zettel glaubt auch Hosp, Anschluss an Schild gefunden zu haben.

Seit sie die Salzburgerin im März 2007 im direkten Duell um die große Kristallkugel im letzten Rennen bezwungen hat und dafür zu Österreichs Sportlerin des Jahres gewählt wurde, sind der Bichlbacherin nur noch zwei Siege gelungen. Einer davon in Aspen.

Obwohl Hosp seit bald vier Jahren sieglos ist, scheint die RTL-Weltmeisterin von 2007 mit ihren elf Weltcup-Siegen und 50 Podestplätzen hinter Lindsey Vonn (53), Schild (35), Maria Höfl-Riesch (24) und Tina Maze (12) noch immer als Nummer fünf in der Reihung der aktiven Fahrerinnen auf.

Ein deutlicher Beweis für das skifahrerische Potenzial der Tirolerin, die sechs mal am Knie oder Knöchel operiert wurde und sich ebenfalls durch ein Tal an Verletzungen, Skiproblemen und Krisen kämpfen musste.

"Körperlich besser beisammen"

Im vergangenen Frühjahr wurde operativ zumindest ihr akutes Knieproblem gemildert, seitdem sieht sich die seit kurzem 29-Jährige im Aufwind.

"Ich bin heute körperlich besser beisammen als in der Saison, in der ich den Weltcup gewonnen habe", erklärte Hosp beim Training in Vail.

Sotschi am Plan

Mindestens bis Olympia 2014 in Sotschi will die Allrounderin noch fahren. Hosps Ziel lautet daher, wieder möglichst weit nach oben zurückzukehren.

Obwohl sie zuletzt für Sölden Qualifikation fahren musste, diese souverän bestand und dann wegen einer Bauchgrippe doch wieder passen musste.

"Ich hab's noch immer drauf", beharrte Hosp, deren Freund Roland weiter auch ihr Ski-Servicemann ist.

Fokus auf Technik-Disziplinen

In Aspen hat Hosp vom Sieg bis zum Abtransport im Akja schon alles erlebt.

Sie will sich dennoch zunächst in Slalom und Riesentorlauf etablieren, bestreitet nach dem Weltcup daher auch die NorAms in Aspen.

Danach folgt der Super-G in Lake Louise, nur die Abfahrt muss derzeit noch etwas warten.

Dabei würde sie ein Sieg in der schnellsten Disziplin in einen illustren Kreis bringen: Im Slalom (4), Riesentorlauf (5), Super-G (1) und in der Superkombi (1) hat Hosp schon gewonnen.

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