"Rekorde motivieren mich"

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Mikaela Shiffrin unterstrich in Zagreb einmal mehr ihre Klasse. 

Die 19-jährige US-Amerikanerin gewann in Zagreb ihren zweiten Slalom in Folge, ihren elften insgesamt. Bei ihrer dominanten Performance in Kroatien stellte sie einen neuen Rekord auf. Die Zweitplatzierte Kathin Zettel distanzierte sie um 1,68 Sekunden. Dieser Vorsprung ist für sie und auch beim Zagreb-Slalom eine neue Besmarke.

Der US-Youngster im Interview über ihren Rekordvorsprung, Vorbilder und Materialumstellungen.

Frage: Sie sind heute im "Kostelic-Look" mit Zöpfen gefahren und haben überlegen gewonnen wie seinerzeit Janica Kostelic. Was war der Grund?

Shiffrin: "Ich habe die Zöpfe seit Kühtai. Janica hat mir dann einen Tweet geschickt, dass dies ja ein Glücksbringer sei. Also habe ich gedacht, ich trage sie ihr zu Ehren auch in Zagreb. Janica und Marlies Schild sind meine größten Vorbilder, beide sind außerirdisch gut gefahren. Ich hoffe, eines Tages sagt man das auch über mich. Janica hat mich heute zwischen den Durchgängen auch umarmt, das war so cool und hat mir viel bedeutet. Sie war ja so erfolgreich und mag wirklich gutes Skirennfahren."

Frage: Bei Ihnen läuft es nach den Materialproblemen nun wieder ausgezeichnet. Wie viele Rekorde wollen Sie in Ihrer vermutlich noch langen Karriere brechen?

Shiffrin: "Erstmals in meiner Karriere habe ich das Gefühl, alles komplett unter Kontrolle zu haben. Rekorde motivieren mich. Vor allem im Sommer, weil es mich daran erinnert, an die Arbeit zu gehen. Wenn ich mein bestes Skifahren abrufe, wird es eine Menge Rekorde geben. Aber auch hier gilt, dass ich davor zuerst meine Arbeit erledigen muss.

Frage: Sie haben offenbar auch ihre positive Einstellung wiedergefunden und nun mit persönlichem Rekordvorsprung gewonnen. Wie schnell sind Sie erst, wenn Sie wütend sind?

Shiffrin: "Gar nicht. Denn nur, wenn es mir gut geht, bin ich schnell. Ich bin zuletzt draufgekommen, dass ich nicht mehr so positiv bin wie ich sein sollte. Deshalb hatte ich im November auch viel Druck. Auch wegen des Materials. Ich war es ja gewohnt, einfach in die Schuhe und die Ski zu hüpfen und los zu fahren. Atomic hat mich dann Unmengen von Sachen testen lassen, dafür kann ich mich nicht genug bedanken. Für mich hat sich die Testerei wie ein ganzes Leben angefühlt. Aber bei Atomic meinte man, es sei eh sehr schnell gegangen. Das habe ich jetzt gelernt. Aber Vorsprünge können schnell wieder weg sein, kleine Fehler reichen."

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