"Bin mit dem Berg verbunden"

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"Kein anderer Ort auf der Welt gibt mir so viel Energie"

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Wenn Ivica Kostelic in die Wengernalpbahn klettert, dann ist der Kroate ein glücklicher Mensch.

In Wengen hat der 32-Jährige schon sechs Weltcup-Siege gefeiert, hinzu kommen ein zweiter und drei dritte Plätze.

Am Freitag in der Super-Kombination (10.30 Uhr Abfahrt, 14.00 Slalom) soll seine Erfolgsgeschichte auf dem Lauberhorn um ein Kapitel erweitert werden.

Kostelic mit Wengen verbunden

"Das Lauberhorn ist ein guter Berg für mich", meinte Kostelic, der über Wengen fast wie über seine Traumfrau spricht: "Ich habe so viele gute Erinnerungen an Wengen. Mich verbindet etwas mit diesem Berg, das ich mit keinem anderen Berg habe. Kein anderer Ort auf der Welt gibt mir so viel Energie."

Kostelic hat in Wengen zweimal die Super-Kombi (2011, 2012) und viermal den Slalom (2002, 2010, 2011, 2012) gewonnen.

Der Freitag scheint also die perfekte Bühne für das "Comeback" von Kostelic auf dem Weltcup-Podest zu sein.

Formkurve zeigt nach oben

Der von Knieproblemen gebeutelte Gesamt-Weltcup-Sieger von 2011 nähert sich nach verhaltenem Saisonstart langsam, aber sicher wieder der absoluten Weltspitze.

Für Kostelic zählt Raich zu den Favoriten

Genauso wie Raich ist auch Romed Baumann ein Fixstarter in der WM-Kombi in Schladming.

Für Baumann sind seine Chancen am Freitag schwer einzuschätzen. "Ich kann das Rennen gewinnen, aber genauso auch irgendwo landen. Die Kombi ist für mich immer so etwas wie eine Wundertüte."

Fix ist auf jeden Fall, dass auf die Allrounder ein "Hardcore-Programm" (Baumann) wartet.

Der Renntag wird um 7.30 Uhr mit der Liftfahrt hinauf aufs Lauberhorn beginnen und erst am späten Nachmittag im Quartier enden.

ÖSV-Team für WM offen

Und am Samstag steht nichts geringeres als die längste Abfahrt des Weltcups (4,415 Kilometer) auf dem Programm.

Für einen Start in der WM-Kombi empfehlen wollen sich Frederic Berthold, Matthias Mayer, Joachim Puchner, Hannes Reichelt und Florian Scheiber.

Für Marcel Hirscher ist ein Start in der Kombi kein Thema gewesen, der Salzburger reist am Samstag in Wengen an und startet am Sonntag im Slalom.

Zuletzt lieferte er im Weltcup die Plätze 5 (München), 8 (Zagreb), 5 und 4 (beide Adelboden) ab. Die Formkurve zeigt also steil nach oben und scheinbar perfekt Richtung WM in Schladming (4. bis 17. Februar).

Die Konkurrenz schreibt einen Allrounder wie Kostelic auch im Kampf um die große Kristallkugel nie ab, er selbst meinte aber in Wengen: "Mit Athleten wie Aksel Lund Svindal und Marcel Hirscher mitzuhalten, das ist ganz schwer. Vor allem, wenn man nicht ganz fit ist."

Derzeit weist Kostelic als Neunter 520 Punkte Rückstand auf den führenden Hirscher auf.

Raich im Favoritenkreis

Am Freitag sieht Kostelic Svindal, Ted Ligety (USA), Alexis Pinturault (FRA) und den Tiroler Benjamin Raich als seine Hauptkonkurrenten.

Raich hat wie Kostelic schon große Erfolge in Wengen eingefahren (fünf Weltcup-Siege), und wie Kostelic wartet er im laufenden WM-Winter noch auf ein Top-Drei-Ergebnis.

Da scheint die Super-Kombi gerade recht zu kommen, auch wenn Raich in den Abfahrtstrainings am Dienstag und Mittwoch riesige Rückstände hatte.

Raich lassen Diskussionen kalt

"Klar ist die Dichte an der Spitze nicht so groß wie in anderen Disziplinen. Aber es ist sehr schwierig, in der Kombi ganz vorne mitzufahren. Fast am schwierigsten von allen Disziplinen", erklärte Raich.

Diskussionen, wonach er angesichts der nahenden Heim-WM unter Zugzwang stehe, lassen den Routinier kalt. "Ich habe Vertrauen in die Zukunft. Unser Präsident Peter Schröcksnadel sagt immer: 'Nächster Wurf'", meinte der 34-Jährige über einen präsidialen Tipp aus der Welt der Angler.

"Kombi ist eine Wundertüte"

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