FIS verurteilt Tempo-Thema

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Reichelt freut Speed-Krone - Hujara ist kritisch

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Nach Rang zwei 2012 ist Hannes Reichelt am Samstag bei der legendären Lauberhorn-Abfahrt in Wengen als Dritter neuerlich aufs Podest gefahren.

Fast genauso wichtig war für den Salzburger aber ein Blick auf die Geschwindigkeitsmessung, denn Reichelt war mit 160,34 km/h im Haneggschuss der schnellste Österreicher.

"Das zipft die anderen gscheit an"

"Das bedeutet mir sehr viel, denn damit ist mir die Anerkennung von unseren Stars im Team sicher", meinte der 32-Jährige mit einem breiten Grinsen.

"Denn das heißt, dass ich der einzige Österreicher mit mehr als 160 km/h war. Und das zipft die anderen wie den Krölli (Klaus Kröll, Anm.) glaub ich g'scheit an."

"Weltrekord" für Clarey

Mit Startnummer 17 avancierte Reichelt zum ersten Läufer der Weltcup-Geschichte, der mit mehr als 160 km/h gemessen wurde.

Den Weltrekord war der Radstädter aber rasch wieder los, denn mit Startnummer 18 legte dann der Franzose Johan Clarey mit 161,9 km/h noch nach.

"Das ist eine hirnrissige Diskussion"

Alles andere als begeistert über die Rekordjagd in Wengen war übrigens FIS-Renndirektor Günter Hujara.

"Das ist eine reine Datenermittlung. Das sind keine Weltrekorde. Das ist eine hirnrissige Diskussion, die nur von den Medien inszeniert wird", sagte der Deutsche.

Angeheizt wurde das Thema jedoch vor allem von den Läufern selbst, die seit dem ersten Training am Dienstag kaum ein anderes Thema kannten.

Tempojagd versus Sicherheit

Durchaus verständlich, dass die Tempojagd dem Sicherheits-Gedanken entgegen wirkt.

Allerdings sollen dem Zuschauer die Belastung, die auf die Athleten bei Abfahrten wirken, vermittelt werden.

Ein Verschweigen der Geschwindigkeiten oder ein bewusstes Verfälschen - indem nicht an den schnellsten Stellen gemessen wird - ist sicherlich nicht im Sinne des Sports.

Reichelt kam erst langsam in Schwung

Der Renn-Samstag hatte für Reichelt eigentlich nicht gut begonnen.

"Ich war sehr müde und niedergeschlagen. Hätte das Rennen schon um 10.00 Uhr begonnen, wäre ich chancenlos gewesen. Aber bis 12.30 Uhr bin ich dann in Schwung gekommen", berichtete der hinter Kröll derzeit zweitbeste ÖSV-Abfahrer des Winters.

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