Alles ist möglich, nichts fix

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Fortsetzung des Herren-Weltcups ist weiter offen

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Während die alpinen Ski-Damen nach den kommenden Speedrennen in Lake Louise Nordamerika fix den Rücken kehren, ist die Situation bei den Herren immer noch offen.

Spätestens am Mittwoch nach der Schneekontrolle in Val d'Isere muss aber eine Entscheidung fallen, betonte Chef-Renndirektor Günter Hujara am Montagabend  in Beaver Creek, wo diese Woche drei Herren-Weltcuprennen stattfinden.

Damen kehren nach Europa zurück

Wegen der Schneeprobleme in Frankreich hatte Hujara schon vor längerem den US-Skiverband (USSA) gebeten zu prüfen, ob man eventuell die jeweils zwei am 10. und 11. Dezember geplanten Damen- und Herrenrennen von Val d'Isere übernehmen und an die am 4. Dezember endende Nordamerika-Tournee anhängen könne.

Bei den Damen ist die Entscheidung, nicht in den USA zu fahren, wegen günstiger Wetteraussichten in Frankreich aber bereits gefallen.

FIS verlangt Finanzierungsgarantie

Die Situation bei den Herren hat sich indes so zugespitzt, dass Co-Renndirektor Hans Pieren extra in Europa geblieben ist, um die Situation in Val d'Isere persönlich zu überprüfen.

Aufgrund der acht Stunden betragenden Zeitdifferenz hofft Hujara, die Teams in den USA noch in der Nacht auf Mittwoch von der Entscheidung verständigen zu können.

Das Ganze wurde damit zu einem Rennen gegen die Zeit. Die Amerikaner hoffen bei einer Übernahme auf finanzielle Hilfe durch die FIS, die wiederum verlangt aber eine definitive Finanzierungsgarantie noch vor der Schneekontrolle am Mittwoch in Frankreich.

Vor einigen Jahren war man an einer ähnlichen Situation wegen letztlich nur 50.000 Dollar gescheitert.

Bode Miller vs. Günter Hujara?

Bei den Herrenrennen in Beaver Creek (Abfahrt, Super-G, Riesentorlauf) kommt es zu einer bemerkenswerten Premiere.

Zum ersten Athleten-Vertreter wurde niemand geringerer als US-Olympiasieger Bode Miller ernannt.

Dass der Stoiker durchaus gerne streitet, schreckt Hujara nicht ab. "Für mich ist jeder Athlet gleich."

Nicht bei Jury-Besichtigung dabei

Seit dieser Saison dürfen von den Rennfahrern und Rennfahrerinnen Vertreter als offizielles Bindeglied zur Renn-Jury entsendet werden.

Die ursprüngliche Idee, diese Vertreter bereits an der morgendlichen Jury-Streckenbesichtigung teilnehmen zu lassen, wurde aber wieder fallen gelassen.

Damit würde der Athlet eine zusätzliche Besichtigung und womöglich Vorteile haben, hieß es.

Miller darf also lediglich gemeinsam mit seinen Konkurrenten den Kurs studieren.

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