Wie kriegt Schaffer die Kurve?

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Die Jagd auf Aksel Svindal geht im Super-G weiter

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Der Herren-Super-G am Samstag (ab 19 Uhr im LIVE-Ticker) in Beaver Creek wird auch 2012 ein Rennen der Extraklasse.

Der steile Starthang der Birds of Prey und das anspruchsvolle Finish ab dem Golden Eagle ist ein Garant für ein spektakuläres Ski-Rennen.

Auch am Samstag steht die Jagd auf Lake-Louise-Sieger Aksel Lund Svindal im Mittelpunkt.

Die ÖSV-Herren bauen auf ihre Form, die gute ÖSV-Bilanz und auf Kurssetzer Burkhard Schaffer.

Was macht der Trainer?

Der Steirer "steckt" am Freitagnachmittag den Kurs für Samstag und das sollte zumindest kein Nachteil für seine Abfahrer rund um Klaus Kröll sein.

Allerdings sind mit Marcel Hirscher und Benjamin Raich auch zwei starke Techniker am Start.

Die Frage, ob sich der Neo-Speedchef bei der Kurssetzung eher an seinen Abfahrtsassen oder den beiden Stars aus der Riesentorlauf-Gruppe orientiert, birgt Brisanz.

"Das funktioniert nicht mehr"

Sie stellt sich für Schaffer aber nicht.    "Das Gelände und das Reglement geben fast alles vor. Es funktioniert nicht mehr, dass man für jemand speziell setzt", winkte der erfahrene Coach ab.

Im FIS-Weltcup werden alle Bewerbe bis auf die Abfahrt von Trainern unterschiedlicher Nationen gesetzt, was taktischen Spielraum lässt.

Allerdings nimmt sich Renndirektor Günter Hujara das Recht, zu einseitige Kurse auch wieder korrigieren zu lassen.

Aufwärtstrend bei Streitberger

Österreich hat jedenfalls eine ausgezeichnete Super-G-Bilanz auf der "Raubvogelpiste".

Von den sechs Rennen seit 2004 haben dank Stephan Görgl (2004), Reichelt (2005, 2007) und Georg Streitberger (2010) gleich vier mit österreichischen Siegen geendet.

Der aktuellste Sieger Streitberger wird nach seinem Materialwechsel immer stärker, wie Rang sechs in der Abfahrt belegt.

"Ich muss Ski fahren wie im Training. In Kanada war ich bis kurz vor Schluss Fünfter und hab' es dann verkackt", ärgerte sich Streitberger aber auch in Colorado noch.

Die Kurssetzung sei sehr wohl ein wichtiges Element, ist der Salzburger überzeugt. "Bei meinem Sieg damals hat Andi Evers recht zügig gesetzt. Ich denke, auch 'Burki' wird eher abfahrtsähnlich setzen", hoffte Streitberger auf einen möglichst schnellen Super-G.

Halbzeit in der WM-Qualifikation

Nach Platz drei in Lake Louise geht Joachim Puchner mit viel Selbstvertrauen ins Rennen, obwohl er in Beaver in dieser Disziplin noch nie gepunktet hat.

"Das Gelände gibt viel vor. Unser Coach wird auf jeden Fall einen fairen Super-G setzen", war Puchner überzeugt und versprach: "Ich werde wieder versuchen, am letzten Zacken zu fahren."

Beaver Creek sollte auch Hannes Reichelt liegen, aber auch der Salzburger ist noch nicht in Topform. Dass mit dem zweiten Saisonrennen auch schon "Halbzeit" in der WM-Qualifikation ist, macht Reichelt nicht nervös.

"Wie man vor zwei Jahren gesehen hat, reicht es, wenn man sich beim letzten Rennen qualifiziert", erinnerte der Salzburger daran, dass er 2011 in Garmisch Vizeweltmeister wurde, obwohl er erst wenige Tage davor mit dem Sieg in Hinterstoder den Sprung ins Aufgebot geschafft hatte.

"Kann keinen Riesentorlauf geben"

Auch Klaus Kröll und Max Franz hoffen Samstag auf einen "schnellen" Super-G, denn engere Kurven würden neben Hirscher auch US-Riesenslalom-Star Ted Ligety taugen.

Ligety hatte schon in Kanada als Vierter das Podium nur knapp verpasst und ist in Beaver ganz "heiß".

Kurssetzer Schaffer ließ sich auf Diskussionen aber nicht ein.

"Der Super-G ist und bleibt eine Speed-Disziplin", machte der Steirer klar. Fix ist, dass das Rennen mindestens 37 Richtungsänderungen haben wird, denn das schreibt das Regelwerk auf diesem Gelände vor.

Vor zwei Jahren hatte das Rennen 39, vergangenes Jahr nur noch 38 "Kurven". Schaffer: "Es kann am Samstag jedenfalls keinen Riesentorlauf geben, denn da ist Super-G."

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