Hirscher bereit fürs nächste Duell mit Neureuther

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Der Salzburger Marcel Hirscher und der Bayer Felix Neureuther sind Samstagabend gut gelaunt in Zagreb eingetroffen.

Der Deutsche war um einiges zeitiger dran, war aber nach seinem schmerzhaften Trainingssturz am Freitag auch um ein paar blaue Flecken reicher.

Neuauflage des Vorjahres-Duells

Beide blickten auf gute Vorbereitungsläufe in der Gaal (Steiermark) zurück. Im Vorjahr gewann Hirscher die "Snow Queen Trophy" auf dem Sljeme vor Neureuther, und es sieht ganz nach der Neuauflage des Duells aus.

München-Sieger Neureuther hofft, am Sonntag schmerzfrei zu sein. "Ich habe einen ziemlich heftigen Abflug gemacht, aber mit dem Adrenalin beim Rennen sollte es gehen", sagte der 28-Jährige, der genau auf jene Stelle am Rücken geflogen war, wo er ohnehin schon seit geraumer Zeit Probleme hat.

"Wieder der Lendenwirbelbereich. Es zwickt und zieht und tut richtig weh." Er probiere immer, im Training ans Limit zu gehen. "Gestern war's halt ein bisserl too much. Von dem her war's mir eine Lehre."

Hirscher für Neureuther Favorit

Ein erneutes Duell mit Hirscher wäre "schön für mich und ihn", aber "für mich ist Marcel ganz klar der Favorit hier".

Hirscher - den Disziplinweltcup führt er mit 24 Punkten Vorsprung auf Neureuther an - hätte natürlich auch nichts gegen eine Fortsetzung des deutsch-österreichischen Zweikampfs einzuwenden.

"Sein Sturz hat sehr wild ausgesehen, Gott sei Dank ist nicht all zu viel passiert. Heute im Training ist er schon wieder so schnell gewesen. Das hat recht locker ausgesehen."

Zagreb ein Erlebnis

Den Zagreb-Slalom will Hirscher indes nicht mehr missen, zu einzigartig sei diese Veranstaltung im Kalender, angefangen vom Quartier in der Großstadt bis zum Auto-Konvoi auf den Berg hoch.

"Es ist alles richtig beeindruckend. Und es war ein unglaubliches Rennen letztes Jahr, wirklich brutal. Ich kann mich noch gut an die Piste im zweiten Durchgang erinnern, sie war den Umständen entsprechend gut und schlecht. Es war jedenfalls sehr schwierig zu fahren. Und das zu gewinnen, hat mir sehr viel bedeutet", erzählte er.

"Habe mich als König gefühlt"

Vom Damenrennen am Freitag hat er sich übrigens eine Zusammenfassung angesehen.

"Die Lufttemperatur mit plus zehn Grad war beim Training in der Gaal wie in Zagreb. Und es war viel Salz und Feuchtigkeit im Schnee. So werden wir es mit großer Wahrscheinlichkeit Sonntag auch haben. Von dem her sind wir sehr gut vorbereitet, der Hang ist auch in etwa gleich. Ich glaube, wir haben das Optimum rausgeholt. Aber das ist keine Garantie für eine gute Leistung", sagte er.

Und auch wenn es offiziell bei den Herren ebenfalls um die Königinnen-Trophäe geht, merkte Hirscher an. "Ich habe mich voriges Jahr als König gefühlt und nicht als Prinzessin."

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