Maze im Kugelrausch - Slalom-Duell mit Shiffrin

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Die Rekordjagd von Tina Maze im alpinen Ski-Winter 2012/13 ist noch nicht zu Ende.

Die in dieser Saison nicht zu stoppende Slowenin möchte am Sonntag (10.30 und 13.30 Uhr) im Slalom in Ofterschwang ihre Möglichkeiten auf die nächste Allzeitbestmarke wahren.

Denn Maze hat die Chance, als erste Athletin der Geschichte alle (fünf) Kristallkugeln abzuräumen.

Slalom als enges Duell

Im Gesamtweltcup sowie im Riesentorlauf, der am Samstag (10.30 und 13.30 Uhr) in Ofterschwang den Auftakt macht, hat die 29-Jährige Platz eins bereits in der Tasche.

In der Abfahrt fehlt ihr nur ein Punkt, um den verletzten US-Star Lindsey Vonn einzuholen, im Super-G hat sie als Weltmeisterin 55 Zähler mehr als die erste Verfolgerin auf dem Konto.

Am kniffligsten ist die Lage für Maze im Slalom, in dem sie zwei Bewerbe vor Schluss 33 Punkte Rückstand auf die führende Weltmeisterin Mikaela Shiffrin aufweist.

Und Maze hat offensichtlich noch lange nicht genug von diesem Winter. "Der Schlussteil kommt erst. Ich möchte die Saison mit Stil beenden", kündigte Maze an.

Killy als Rekordmann

Vier Kristallkugeln in einer Saison gewannen bereits drei Athleten. Zuletzt schaffte es Lindsey Vonn in den Saison 2011/12 und 2009/10 (beide Male gab es sechs Kristallkugeln).

Hermann Maier räumte 1999/2000 und 2000/01 vier von fünf möglichen Kristallkugeln ab.

Alle möglichen Weltcup-Wertungen in einer Saison gingen bisher erst einmal an einen Athleten: Bei der Premiere des Weltcups räumte Jean-Claude Killy 1967 ab.

Abschieds-Tour von Mandl

Im Lager der Österreicherinnen, die die Saison ohne Kugel beenden werden, neigt sich die Ära von Cheftrainer Herbert Mandl langsam aber sicher dem Ende zu.

Der Niederösterreicher sucht ab Saisonschluss eine neue Herausforderung als Chef der Ski Austria Academy in St. Christoph am Arlberg.

Im Riesentorlauf sind Kathrin Zettel und Anna Fenninger aktuell die Top-Zwei im Rennen hinter Maze. Im Slalom läuft es hingegen bescheiden, da ist Zettel als Achte die derzeit Beste der Weltcup-Wertung.

Schild blickt Richtung Olympia

Die Salzburgerin Marlies Schild hat die Saison bereits für beendet erklärt und arbeitet weiter an der Rehabilitation.

“Bei einem Trainingssturz nach der WM wurden die Knieschmerzen wieder akut und es bedarf nun noch weiterer Therapie", berichtete Schild. "Der kommenden Olympiasaison will ich mich mit voller Energie widmen. Umso bedeutender ist es für mich, wieder voll fit zu werden.“

Schild hatte am 16. Februar und nur 58 Tagen nach einem Innenbandriss im rechten Knie ihr Comeback im WM-Slalom von Schladming gegeben und Rang neun erreicht.

ÖSV-Aufstellungen in Ofterschwang:

Riesentorlauf, Samstag (10.30 und 13.30 Uhr): Eva-Maria Brem, Anna Fenninger, Elisabeth Görgl, Michaela Kirchgasser, Stefanie Köhle, Rosina Schneeberger, Ramona Siebenhofer, Kathrin Zettel.

Slalom, Sonntag (10.30 und 13.30 Uhr): Eva-Maria Brem, Alexandra Daum, Jessica Depauli, Michaela Kirchgasser, Nicole Hosp, Bernadette Schild, Carmen Thalmann, Kathrin Zettel. Plus Rosina Schneeberger oder Ramona Siebenhofer (Entscheidung noch offen).

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